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Amerika 2004
Eine Reise durch Mexiko, Guatemala und die USA | |
| Ostküste der USA | |
| 29.01.04 Anreise Heute soll es also losgehen, die Tour kann beginnen. Anfangs liegen noch recht bekannte Kilometer vor mir, mit der Bahn geht es nach Frankfurt, dort gibt es dann ausführliche Kontrollen, Befragungen usw. und ich hab das Gefühl, fast etwas Glück zu haben, dass mich das Personal doch noch in das Flugzeug steigen lässt.... Dies ist dann übrigens nicht gerade sehr einladend - nicht richtig sauber... Als dann allerdings die Frau neben mir ein Glas Tomatensaft verschüttet, wird klar, warum es so aussieht...! In Philadelphia komme ich Ortszeit 14:15 Uhr an, und dann der erst Blick aus dem Flughafen ... es stimmt wirklich - ich bin in den USA. Zwei Autos fahren vorbei - jeweils mit mehr als 3 Türen auf jeder Seite, eins in weiß, eins in Schwarz... Und dann, auf dem Flug nach New York der Höhepunkt! Ein kleines Propellerflugzeug bringt die knapp 30 Leute zum La Guardia Flughafen und legt das kurze Stück so tief zurück, dass sich jedes einzelne Haus erkennen lässt! Tolle 45 Minuten! Nur beim Anflug auf die Metropole kann ich von Manhattan nur wenig sehen - ich sitze auf der falschen Seite. In der Stadt wird es schon fast dunkel, als ich mit meinem Gepäck das Terminalgebäude verlasse. Ich komme mit einer Frau aus Texas ins Gespräch, die auch auf Bus M60 wartet. Diese bringt uns quer durch Harlem in etwa 45 Minuten an die Nordwestecke des Central Parks - eben zur Jugendherberge. Ein 10 Bett Schlafsaal wartet auf mich, der allerdings nur halb voll ist. Ein Australier, ein Brasilianer, der interessanterweise deutscher Abstammung ist und einige Chinesen begrüßen mich. Als ich den ersten Abendspaziergang mache, merke ich erst, wie kalt es hier ist. -5 Grad und Wind machen das Sightseeing sehr schwer! Die Metro hier stellt man sich eigentlich anders vor, und einiges andere auch. Alles recht klein, eng, die UBahnhöfe findet man kaum - kein Vergleich zu asiatischen Städten. Und auch nicht so sauber. Mein Versuch, einen Blick auf die Skyline zu werfen, schlägt fehl. Ich laufe an der Südspitze Manhattans durch Häuserschluchten, lass mir das ein oder andere Fastfood schmecken und beende den Tag früher, ziemlich müde, wie man sich vorstellen kann!
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30.01.04 Erster Tag in der Stadt![]() New York - New York! Nach einigen Fachgesprächen mit meinen Zimmerkollegen über gute Einkaufsmöglichkeiten (Kameras...) geht es gegen 9:30 auf in Richtung Time Square. Dort sollten sich die besten Shops befinden, und so ist es... Zunächst werden die HK$ in "richtige" Dollar getauscht, ist ja hier viel günstiger möglich als in Deutschland... Und dann geht's mit genau diesem Geld auf Digitalfotosuche... ne Canon IXUS2 soll es werden. Gute 2 Stunden bin ich unterwegs, ziehe durch viele Läden und finde letztlich ein gutes Angebot, wobei man das handeln hier echt nicht vergessen sollte! Erst mal einen Cafe auf diesen erfolgreichen Vormittag und dann schon mal die ersten Bilder zum test geknipst! Wenn möglich, werden auch im Netz mal welche zu sehen sein. Ich fahre mit der Metro nach Brooklyn, und laufe den Weg zurück, wobei natürlich die Brooklyn Bridge den Höhepunkt des Spaziergangs darstellt. Ärgerlich nur die Kälte, aber die Skiunterwäsche tut, was sie kann! Dann, es ist in etwa 17 Uhr... auf in Richtung Wall Street - einerseits, um Geld abzuheben, dann aber auch, um die geschäftigen Leute beim Verlassen der Börse zu sehen. Der Dow war heute leicht im Minus.... In den angrenzenden Fastfoodketten ist es allerdings recht leer - der Geschäfte gehen offensichtlich wieder besser und erlauben richtige Restaurantbesuche. Mit der Staten Island Ferry mache ich dann auch den typischen Nachhauseweg vieler Angestellten mit - die Schiffe sind riesig und fahren entlang der Freiheitsstatue auf eine benachbarte Insel. Hin noch voll, wir der Rückweg nur noch von wenigen Leuten angetreten um diese Zeit. Ich gehe ans Freie Deck, mache ein paar Bilder, obwohl es beim Fahrtwind fast unerträglich kalt ist. Noch kurz was gegessen, und dann geht es auch schon recht schnell zurück in die Unterkunft...
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31.01.04 Tag zwei in New York![]() Wiederum geht es recht früh raus - knapp nach acht Uhr ziehen die Wolken auf und der blaue Himmel kommt heraus. Ein kurzes Frühstück in der Juhe-Bar, und dann geht es zu Fuß durch den Central Park, der ja nicht weit entfernt liegt. Dort sind viele Jogger unterwegs, eher gequält als sportlich, und auch einige Langläufer. Ja, die Schneehaufen findet man überall in der Stadt. Es ist immer unter Null grad! Vorbei an diversen Seen, einigen kleinen Statuen komme ich schließlich an der Südspitze des Parks an, dort, wo auf der 5th Avenue die ersten Luxusgeschäfte auftauchen. Einige Stunden nimmt das Schaufenstergucken schon in Anspruch, zwischen den großen Gebäudeblöcken tut sich ab und an mal eine Kirche auf, oder ein anderes kleineres sehenswertes Objekt... Ich komme am Rockefellercenter an - eine Ansammlung von Hochhäusern, in der Mitte eine Eisfläche, wo einige Leute Schlittschuh laufen... Kurz bei NBC vorbeigeschaut - der hiesige Fernsehsender hat ein kleines Museum eingerichtet. Nicht weit entfernt ist das Radio- und Fernsehmuseum. Die 8 Dollar Eintritt ist es aber nicht wert! Es gibt nur die Möglichkeit, alte Fernsehsendungen auf einer Leinwand zu bestaunen - offensichtlich sind amerikanische Museen nicht sehr fordernd - keine Texte zum lesen oder verstehen - nur konsumieren. Ich laufe in Richtung Süden weiter und erreiche das Empire State Building, das (wieder) größte Hochhaus der Stadt. Da sollte man schon oben gewesen sein, und so stehe ich gut eine Stunde in diversen Schlangen, erst im Erdgeschoss, dann im 80. und nochmals im 87. Stockwerk. Aber es lohnt sich. Ich komme gegen 5h oben an, es ist noch hell. Den Sonnenuntergang verfolge ich von hier oben, und so gelingen tolle Bilder, im Dunkeln und Hellen... Vor allem wegen des Windes ist es aber fast unerträglich kalt hier oben - oft wärme ich mich im inneren des Gebäudes auf, bevor wiederum einige Minuten im kalten drin sind... Dann, wieder auf dem Boden - mit einer Pizza gestärkt, geht es am Time Square und einigen Elektrogeschäften vorbei nach Hause... Die Express Ubahn, die ich nehme, hält natürlich nicht an der richtigen Station - damit konnte ich rechnen... Dennoch fährt sie weiter als gedacht - ich bin schon Mitten in Harlem, als sich eine Gelegenheit zum einsteigen bietet. Also, kurz im Zimmer aufgewärmt, mit Alvarez unterhalten und dann um 22:30 auf in Richtung Village Vanguard, einem sehr guten Jazzclub im Südlichen Teil Manhattans. Die Show ist schon im Gange, als ich die 30 Dollar Eintritt zahle. Tolle Akustik- ein Quartett spielt moderne Jazzstücke. Um 1 Uhr komme ich wieder im Zimmer an, ziemlich müde, wie man sich vorstellen kann!
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| 01.02.04 Halbzeit Heute, Sonntag, wird erstmal etwas ausgeschlafen - bis 9:30 genau gesagt. Alvarez plant einen Besuch im National History Museum, ich gehe mit. Der Eintritt ist offensichtlich Ermessenssache, ich halte mich an die vorgeschlagenen 9 Dollar. Es gibt eine Menge Skelette zu sehen - von Dinosauriern, Säugetieren und Fischen... Einiges über die Erdgeschichte, fremde Kulturen, einiges über das Weltall (Planetarium) und natürlich einen großen Museumsshop. Um halb zwei verlassen wir das Museum in Richtung Chinatown und Little Italy. Für mich hier mit die Höhepunkte der Stadt. Richtiges Leben auf de Straßen - eine Art kleine Insel inmitten der kühlen Finanzgebäude. Heute wird Chinese New Year gefeiert mit viel Lärm auf den Straßen. Ein Gefühl, fast wie damals in Hong Kong. Straßenverkäufer, billige Uhren, CDs, DimSumRestaurants und arme Hühnchen an Schaufensterscheiben.... Keine hundert Meter weiter - rot weiß grüne Bemalung an Häusern. Cafe Roma und andere italienische Impressionen. Dennoch gibt es für uns beide heute nur Fast Food zum Mittagessen - gegen 14:30 Uhr trennen wir uns und ich mache mich nochmals alleine auf den Weg durch dieses Viertel. Eine Bank zum Geldwechseln finde ich heute nicht - die Schalter sind geschlossen, aber das Geld reicht noch aus, um eine Uhr, einige Postkarten und auch einige andere Souvenirs zu kaufen (denn hier sind die Sachen günstiger als in den edlen Geschäftsstraßen). Dann geht der Weg in Richtung Washington Square. Ich sehe tolle alte Werbezüge auf den Häusern, schon verblichen (Kulmbacher Bier...), mache Zwischenstopp in einem Cafe, um mich zu erholen und Karten zu schreiben. Eine Stunde später, es ist schon dunkel draußen, gehe ich wieder in Richtung Norden - zum Time Square - mit dem Ziel, ein kleines Stativ zu kaufen für den Foto, damit auch die aufnahmen nachts gut gelingen... Die Preise sind allerdings schon ziemlich frech - 19 Dollar für ein Taschengrosses Teil - ich sage nein - vorerst. Dabei komme ich zufällig - oder besser dummerweise - auch an einem Laden vorbei, in dem ich schon mal war. Der Besitzer kommt auch mich zu, behauptet, er bekomme noch Geld von mir und er kenne mich... Der Typ hatte mir vor 2 Tagen eine Kamera verkaufen wollen, die er nicht hatte, und zwar für einen guten Preis. Ein Verkaufstrick - denn währenddessen wollte er mir eine andere Kamera aufdrängen, die angeblich viel besser ist und kaum teurer. Ich hatte natürlich abgelehnt, mein Geld wieder bekommen und bin weiter gezogen - eben vor 2 Tagen. Und jetzt will er Geld von mir - keiner weiß, warum. Ich stell mich dumm ("ich kenn dich ned!"), und entkomme so dem Schlamassel. Dann, eine tolle Bar an der Straße - Ellens Stardust. Rote Ledersofas und überall Plakate und Gegenstände an den Wänden. Von Elvis, Cary Grant usw. Eine Stunde lang bleib ich dort, auf einer Leinwand wird auch gerade der Superbowl übertragen - nur... ich hab weder von den Regeln Ahnung noch weiß ich, wer spielt - die Bar wird jedenfalls recht schnell voll. Ein Budweiser - Chemiebräu getrunken - später noch ein zweites im Hardrock Cafe, nur einige Straßen weiter... Dort, an der Bar treffe ich auch einen Franzosen, der in der Dom. Rep. lebt - wir sind uns dann einig, dass wohl die meisten Requisiten nur gefälscht sind, trotzdem sieht es hier drin schön aus... Gegen 1 Uhr dann im Zimmer
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| 02.02.04 Vorletzter Tag Heute schlafe ich länger aus, bis 10:30 Uhr - und bin damit bei weitem nicht der letzte im Zimmer. Nach Dusche, Frühstück an der Bar (zusammen mit Alvarez) beschließe ich, einen weitern Museumstag einzulegen. In der Nähe des Rockefeller-Centers befindet sich das Museum für Moderne Kunst, doch es ist wegen Umbaus geschlossen, und so muss ein Blick in den schönen Museumsshop reichen. Weiter dann in Richtung Guggenheimmuseum. Gegen 13h komme ich an und zahle die 9 Dollar - es ist es wert. Die ausgestellte Popart sieht ganz gut aus. Nachher tausche ich meine retlichen HK$ um ins hier brauchbare Währung, es scheint trotzdem 9% Gebühr zu geben, eigentlich eine Unverschämtheit... Außerdem finde ich ein Stativ - ein kleines, aber es reicht aus für diverse Nachtaufnahmen in der Zukunft. Den Preis hab ich auf 8.99 Dollar gedrückt - von 19. Das Photography-Museum ist leider geschlossen, so laufe ich entlang des Central Parkes an der Ostseite und bestaune die Strassenschluchten in diesem Stadtteil... Auch das New York - Stadtmuseum hat zu, irgendwie ein wenig Pech heute mit Kultur! Ich fahre zum N.Y.Yankee Stadion mit der UBahn, im Süden der Bronx - hier ist New York schon ganz anders - weniger Weiße auf den Straßen... Um 17 Uhr dann auf dem Zimmer, mit dem japanischen Nachbarn geredet - Postkarte mit E-Mail gegeben Um 19 Uhr dann noch mal Richtung Times Square - Nachtaufnahmen und Kino geplant - "Cold Mountain". Der Film beginnt um 21:15 Uhr, bis dahin brauche ich auch, bis ich das etwas abgelegenere Kino erreiche... Karte gekauft - 9,50 Dollar - nicht billig. Dann vor dem Film nochmals kurz in einen benachbarten Buchladen und dann 2,5h vor der Leinwand, zusammen mit einem Japanischen Dosenbier (0.6 oder 0.7l), dass von außen aussieht wie ein Torpedo (massiver Stahlmantel!!). Am Nachhauseweg dann live einen Brand in der UBahn miterlebt - eine Rolltreppe hat das Qualmen angefangen, ich war schon unten am Bahnsteig und dann kam der ganze Rauch rübergezogen. Wieder außen dann die N.Y. Feuerwehr im Einsatz - 6 oder 7 Wagen fahren mit lauter Sirene vor! Kurz vor halb zwei endet dann dieser Tag für mich
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| 03.02.04 Regen statt Schnee Heute erst um 10:30 raus, zuvor allerdings im Halbschlaf von dem Japaner im Bett neben mir verabschiedet - er verlässt die Stadt. Frühstück, und dann mit der Metro zuerst zu Macys, dem weltgrößten Kaufhaus (angeblich). Der Regen macht den Tag zum Shopping geeignet - aber viel Geld gebe ich dennoch nicht aus. Nachdem vorwiegend Designerware verkauft wird, sind Preise doch sehr hoch und nicht in meinem Reisebudget eingeplant... Danach zur Südspitze Manhattans - der Regen nimmt immer mehr zu. Ich besichtige (freier Eintritt!!) das Museum der Ureinwohner, also Indianer Amerikas. Sehr schön aufgemacht, aber auch sehr gut bewacht. Alles wird gecheckt - wie am Flughafen, neben mir bewaffnete Sicherheitsleute. Innen dann viel über Buffallo Bill und Rodeoshows, aber auch über Korbflechter der Great Plains.. Dann am Broadway entlang, dann durch das Finincial Center, vorbei an der Börse und für eine lange Pause im Starbucks Cafe, nahe der Wall Street. Mal sehen, wer sich hier so zeigt - obwohl es jetzt schon fast 17 Uhr ist, Feierabend an der NYSE, kommt mir doch kein Gesicht bekannt vor... Die Broker scheinen einen anderen Weg zu nehmen, oder ich sehe doch zu wenig NTV. Abends nochmals zu Barneys, ebenfalls einem Luxuskaufhaus - nur zum Schauen... Und dann langsam wieder zurück - es muss ja noch gepackt werden... Morgen Nachmittag geht es weiter, hoffentlich in eine Gegend mit besserem Wetter
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| 04.02.04 Miami Beach - und Sun! Der Flug geht um 12:50 von New York LaGuardia. Miami ist das Ziel, und dort soll es sehr warm sein - 25 Grad. Knapp eine Stunde dauert die Busfahrt mit M60, wiederum durch Harlem, so muss ich gegen 10:30 Uhr den Weg antreten. Zeit genug für ein letztes Frühstuck im Juhe-Cafe. Gestern sind zwei neue Mitbewohner ins 10Bettzimmer eingezogen - auch Brasilianer. Ansonsten ist es recht leer - ist doch keine Hochsaison, um die Stadt am Hudson River anzusehen. Vollbepackt mit Rucksack und Koffer mache ich mich auf den Weg zur Bushaltestelle - Cathedral Parkway. Dort gibt es nochmals eine große Kathedrale zu sehen, sie ist zwar sehr groß, aber eher ein Flickwerk - dort, wo der Putz abbröckelt (und dies sind einige Stellen), treten Backsteine hervor... Der Flug geht mit American Airlines - wiederum werde ich sehr unfreundlich durchgecheckt. Schuhe ausziehen usw. na, wenn er die so genau ansehen will ist er selber schuld - stecken ja immerhin einige zig KM Fußmarsch drin... Tolle Bilder ergeben sich - New York von oben, dann die Küste, denn heute ist das Wetter wieder besser und es gibt wolkenfreie Sicht. 2:30 h später dann Ankunft in Miami, schnell das Gepäck und dann ab in einen Bus, der mich in die Stadt bringt. Eine Karte habe ich keine, ich verlasse mich aufs Gefühl und frage mich durch. Ein Amerikaner, der gerade 3 Monate in Paris war, hilft mir, das gestern ausgesucht Hotel zu finden - Clays Hotel, eigentlich eher eine billige Absteige unweit vom Strand... Er selbst will auch dorthin. Unterwegs dann ein total anderes Bild im Vergleich zu New York. Gebraucht-Truck-Haendler an den Straßen, alles groß angelegt, und... Palmen überall. Eine Stunde später sind wir in der Unterkunft, ich hab erst Schwierigkeiten, mein zugewiesenes Zimmer zu finden, treffe aber dann dort einige schräge Typen...! Teils Aussteiger, für ein halbes Jahr einquartiert, dann einige ältere, die günstig übernachten wollen. Kurz ausgepackt, dann geht es auf Erkundungstour durch die Washington Avenue - überall tolle Gerüche - kein Schmutz mehr, wie noch in NY, sehr touristisch, aber eben amerikanisch Extrem. Dennoch, hier kann man schon einige Zeit verbringen. Nach 10 Riesen Chickenwings dann in Richtung Strand - es ist inzwischen dunkel. Die Restaurants am Ocean Drive sind alle sehr luxuriös, wahrscheinlich sitzen hier die oberen 10000.
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| 05.02.04 Miami Downtown Gegen 9:15 Uhr stehe ich auf, ein Teil meiner Mitbewohner sind offensichtlich schon unterwegs, andere wiederum bleiben recht lange Zeit im Zimmer - eigentlich ist immer jemand im Bett, wenn man reinschaut - aber bei 8 Leuten.... Ein kleiner Morgenspaziergang in Richtung Flamingopark (ist nicht toll, eher eine Sportanlage) - entlang der Spanischen Straße. Ja, es wurde hier eine Straße nach spanischem Vorbild errichtet - klein, niedrige Häuser und teure Lokale und Cocktailbars. Das Clay-Hotel, in dem ich wohne, befindet sich an einem Ende der Straße, ist also sehr schön gelegen. Ein kurzes Frühstück nach englischer Manier (Ham and Eggs) in einer nahen Straßenwirtschaft, und dann auf zum Strand. Ist noch recht leer, als ich gegen 11 Uhr dort eine knappe Stunde bleibe. Schöne Wellen, türkisfarbenes Wasser und viele, zahme Möwen.. Am Rückweg vorbei an Reisebüros - ich interessiere mich für eine Tour nach Key West. Die 62 Dollar für den Tagesausflug sind im Moment auf 55 erniedrigt, und so schlage ich nach einigem Überlegen - und prüfen der Preise der anderen Büros - zu. Morgen früh um 7 Uhr geht's los. Die Frisur muss auch endlich dem warmen Wetter angepasst werden - um die Ecke ist ein kubanischer Friseurladen. Ich klopfe an, es wird aufgemacht, und als ich den Preis erfragen wollte, höre ich eine deutsche Stimme. Ein anderer Kunde spricht mich an, der hier schon einige Jahre verbracht hatte, eben auch in Mexiko und den umliegenden Ländern. Es gibt Reisetipps. Eine halbe Stunde später mache ich mich mit kurzen Haaren auf den Weg ins Zimmer, und während einer kurzen Ruhepause komme ich mit meinem Zimmerkollegen, einem Fischer im Ruhestand, kurz ins Gespräch. Er sei schon mal in Garmisch-Partenkirchen gewesen, lebt jetzt aber im Clays Hotel, in dem früher angeblich Al Capone residierte und eine kleine Spielbar unterhielt. Dann auf nach Miami Downtown, mit dem Bus. Mit einer großen, modernen Brücke sind die beiden Teile miteinander verbunden. Drüben, am Festland stehen dann auch die großen Bürogebäude, Glasfassaden, Einkaufsstraßen usw. Überall Ausverkauf - sollte man lieber nicht glauben. Dennoch ist Kleidung hier sehr günstig. 2-3 Stunden verbringe ich in dieser Gegend. Eine kostenlose Hochbahn macht das Vorankommen einfacher. Dann, abends wieder zurück, nochmals für die Tour morgen eingekauft, Abendessen und Strandpromenade.
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| 06.02.04 Key West 6:15 Uhr aus den Federn, während der Dämmerung aus dem Haus. Der Bus holt mich um 7 Uhr ab, es geht nach Key West. Es ist ein Minibus, schon voll - nachdem ich der letzte noch fehlende Gast bin, steige ich, no etwas im Halbschlaf, vorne ein. Der Fahrer spricht Deutsche, wie sich herausstellt, und außerdem natürlich Englisch, Spanisch, etwas italienisch (denn auch eine Gruppe Italiener ist mit dabei). Dann die Überraschung - der Fahrer ist in Nürnberg geboren, Enkel einer Katja Brandstätter (Playmobil) und im Grundschulalter aus Deutschland ausgereist - mitsamt seiner Mutter und seinem amerikanischen Vater (Soldat). Kontakt zu den Verwandten hat er heute verloren - er schimpft gerne über seine deutsche Verwandtschaft. Jedenfalls bieten die 5 Stunden Hin- und die gleiche Zeit Rückfahrt genug Zeit zum plaudern. Er erinnert sich noch genau an Details - Eggloffstein, Gräfenberg, Zirndorf usw. Immer wieder spricht er die Gruppe an, als Tour-Guide, dann geht er wieder zum anderen Thema über. Eine reiche Kindheit, Privatlehrer, dann aber aus Deutschland "weggeschafft" - als Soldatenkind. Nach Kolumbien, dann Argentinien, dann Brasilien, außerdem Wisconsin, Florida und auf diversen Karibischen Inseln. Tolle Geschichten erzählt er, von deutschen Siedlungen auf der Welt, von Erlanger Siemensruhestraendlern auf Key West. Und er hört genau zu, wenn ich von der Heimat erzähle. Eine kurze Frühstuckspause gibt es, dann (kurz nach Key Largo) - später, gegen 12 Uhr sind wir in Key West. Mit den Italienerinnen und einer Japanerin ziehe ich durch die Straßen - einige Bilder werden gemacht (auch wenn der Akku beinahe leer ist). Hemingways House, Leuchtturm, diverse Museen usw., um nur wenige Sehenswürdigkeiten zu nennen. Einige machen einen kurzen Schwimmstopp - oder gehen shoppen. Auch Schnorcheln wäre hier möglich - es gibt ja tolle Korallenriffe hier. Oder Delfinschwimmen. Ist eben ein richtiger Touristenort - aber auch eine interessante Mischung aus Karibik und England, was die Architektur angeht. Gegen 17 Uhr geht es dann zurück. Wiederum interessante Geschichten über Deutsche hier in der Gegend - er kennt Boris Becker, Eric Clapton ist sein Blocknachbar. Und Uwe Seeler - das behauptet er stocksteif - hat damals dem Club zum Erfolg verholfen. Na ja, wenn er so fest dran glaubt, will ihn auch nicht enttäuschen... Wir sind um 21h wieder am Clays Hotel (nach einem Stopp bei einem guten Burgerimbiss). Abschied von Toni (dem Fahrer) und den anderen Gästen - dann aufs Zimmer, wo ich auf David, meinen Zimmerkollegen, treffe. Ein halbstündiges Gespräch über Bush - besser gegen ihn - folgt. Und über andere interessante Themen - er ist Bauarbeiter und unter anderem am MIT und Harvard-Gebaude beteiligt gewesen. Noch kurz das Nachleben des Wochenendes mitgemacht - dann, gegen Mitternacht - ab ins ...z
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| 07.02.04 Letzter Tag in Miami Heute - nach dem langen und anstrengenden Ausflug gestern - erstmal bis knapp 10 Uhr ausgeschlafen und nach kurzem Einkauf im Supermarkt auf der anderen Straßenseite an den Strand. Eine halbe Stunde im Wasser - ist schön warm und türkisfarben. Aber man muss schon sehr weit rein laufen, um mal eine gewisse Tiefe zu erreichen. Plötzlich kommt dann doch ein Vorzeichen des angekündigten schlechten Wetters - Regenwolken ziehen auf und ich mache Zwischenstopp im Zimmer, um dann später zum Kunstfestival, das dieses Wochenende in Miami Beach stattfindet - zu fahren. Ist allerdings nicht der Hit - einige Stände, an denen sich Künstler aus aller Welt präsentieren und ihre Werke verkaufen. Fotografen, Maler... Ein älterer Kunsthandwerker, der Metallskulpturen zum Preis von 20000 Dollar anbietet, wird von einigen Jugendlichen dumm angemacht - Kunst hat halt ihren Preis. Ein kurzer Zwischenstopp am Strand und dann, größtenteils zu Fuß, zurück nach Miami South Beach, unterwegs etwas shoppen und versucht, die Bilder auf CD zu brennen - ging allerdings schief. Na ja, einige Bilder sind ja noch frei. Abends mit David, meinem Zimmerkollegen unterhalten, Toni aus Nürnberg angerufen, um seine E-Mailaddresse zu bekommen, und dann nochmals an den Oceans Drive, auf ein Bier. Gegen 24 Uhr den Tag beendet.
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| Guatemala - Sprache und Kultur | |
| 08.02.04 Transfer nach Guatemala Früh aufgestanden und um 7:50 aus dem Haus. Ich möchte schließlich den Flug um 11 Uhr nicht verpassen und lieber auf die teuren Shuttleexpressbusse verzichten. Trotzdem geht es sehr schnell - gegen 9:30 bin ich am Flughafen, wo es allerdings etwas chaotisch zuging. Sehr lange Schlangen, die Leute teils mit abenteuerlichen Koffern unterwegs - man sieht, dass man die Hightech-Zivilisation langsam verlässt. Als Deutscher hat man schon einige Privilegien, freundlicher Mann am CheckinSchalter und keine weitere Durchleuchtung meines Gepäckes. Grad rechtzeitig zum Flug komme ich durch die Kontrollen durch. Diesmal kein Fensterplatz, aber es ist sowieso fast nur eine Wolkendecke zu sehen. Ankunft um Ortszeit 12:30 in Guatemala City - die Zeitzone ist hier nochmals um 1 Stunde voraus. Dann nachdem mein Rucksack als letzter auf dem Gepäckband auftaucht, raus aus dem Terminal. Manches steht hier sogar auf Deutsch, was mich erstmal verwundert. Ich treffe meinen Fahrer, er hält ein Schild mit meinem Namen - und dann geht es auf die 45 minütige Fahrt nach Antigua. Ich komme mir vor, wie auf einer Rennstrecke. Die Straßen sind sehr gut, neu gebaut, wie ich erfahre. Es geht immer auf und ab - ein sehr hügeliges Land. Radfahrer, Motorradfahrer fahren wie wild umher, die Kurven werden geschnitten - rechts und links wird überholt und mein Fahrer scheint ziemlich viel Erfahrung zu haben. Wir kommen schnell voran und sind um 14:30 in Antigua, fahren durch die Straßen dieser alten Kolonialstadt und halten vor einer Holztuer. Hier ist meine Unterkunft, im Norden der Altstadt. Mein Zimmer wird mir gezeigt, ich erfahre, dass gleich nebenan ein anderer Deutscher wohnt. Dann erstmal ausruhen und ab in die Stadt - ein erster Orientierungslauf. Alles schön zu Fuß zu erreichen. Sehr viele Kirchenruinen, es gab ein schweres Erdbeben vor einigen hundert Jahren. Hinter den alten Fassaden dann allerdings moderne Geschäfte. Internetcafes, Reisebüros, Banken usw... Ich hebe meine ersten Quezales ab (Kurs 1:10 zum Euro) und kaufe frisch gemachte Kartoffelchips und frittiertes Hühnchen von einem Straßenkoch. Dann einige Zeit auf dem Platz Central, ein schöner Park ist dort und man trifft viele Touristen. Komme mit einem Holländer ins Gespräch - für fast eine Stunde unterhalten wir uns. Als es kälter wird, gehe ich zurück und treffe kurz darauf Bernhard, den Regensburger Zimmernachbarn. Wir gehen gegen 20 Uhr noch in ein Irish Pub (treffen einige andere Studenten dort) - um halb elf ist dann aber Schluss, denn der erste Lerntag morgen steht bevor
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| 09.02.04 Erste Lektion Kurz nach halb sieben aus dem Bett und unter die Dusche. Hat eine Art Durchlauferhitzer für Warmwasser, und man bekommt ab und zu Stromschläge, wenn man die Armaturen berührt. 7:15 ist Gruppenfrühstück, mit den anderen Leuten, die dort wohnen. Cornflakes und Instant Cafe. Dann mach ich mich auf den Weg in die Schule, die nur ein paar Häuserblocks entfernt liegt. Treffe zuerst den Inhaber, der mich einem Lehrer zuteilt - Eduardo, der erst 22 Jahre ist. Ist eher eine Art Nachhilfe, dieser one to one Kurs, man kann fast komplett selbst bestimmen, was man tun möchte. Unterlagen gibt es keine, dafür bekomme ich hefte zum Mitschreiben. Gegen 10 Uhr die Pause nach 2 Stunden Denkarbeit - 30 Minuten Zeit zum Essen oder Cafetrinken. Die Sprachschule ist ganz schön, man lernt auf kleinen Tischen auf dem Dach des Gebäudes und hat so eine tolle Aussicht auf die umliegenden Vulkane und Hügel. Nach der Pause geht es auf den Markt, der alle 2 Tage stattfindet. Es gibt hier alles, von Uhren, über Früchte und Hosen bis hin zu Schuhen. Und genau die brauche ich, für geplante Wanderungen in den nächsten Wochen. Ein paar Wanderschuhe für umgerechnet 15 Euro - ein guter Preis. Es ist nur schwierig, die richtige Größe zu finden - meist ist ab 42 Schluss. Danach nochmals in die Schule (teil der Gebühr bezahlt), dann zum Mittagessen um 13:30 in die Unterkunft (Avocados, Papayas, Reis, Chili, Bohnen und Tortillas). Alle unterhalten sich auf Spanisch - ich verstehe wenig (bis nichts) und kann so nur in den kurzen Englischpausen zum Gespräch beitragen. Danach in die Stadt, Touristenbüros abklappern nach Ausflügen, Einkaufen, Fotos machen (nachdem die SDKarte gestern auf CD gebrannt wurde) dann in den Park, wo ich auf Todd treffe. Er hatte heute auch seinen ersten Kurs, hat aber schon Vorwissen. Um 19:15 Abendessen im Haus. Danach ins Irish Pub - ja, auch so was gibt es hier...
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| 10.02.04 Casa Popenoe Zweiter Unterrichtstag - wir wiederholen die einfachen Phrasen und ergänzen die Possessiv- und Demonstrativpronomen. Eine 30minuetige Pause gibt Gelegenheit, etwas zu essen, ein zweites Frühstück gewissermaßen, und die anderen Leute zu sprechen. Um 12 Uhr gehe ich zu dem Parque Central, um ein wenig die gelernten Sachen zu "festigen"... Nach dem Mittagessen ist eile angesagt - 14 Uhr findet eine Exkursion statt. Die Gruppe geht ins Casa Popenoe, einem alten Kolonialhaus in der Stadt. Ist nicht umwerfend - alte Möbel und Gegenstände... Abends bleibe ich mal zu Hause und lerne - das Spanisch soll schließlich nicht zu kurz kommen...
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| 11.02.04 Kaffeeplantage Heute, am Mittwoch kommen die geballten Verben dran. Die regulären zuerst, drei Formen gibt es -ar , -er und -ir Verben. Mein Heft füllt sich langsam... Eduardo, mein Lehrer, zeigt mir Bilder der Kirchen und der Prozessionen an Ostern.. Kurz an einem Reisebüro vorbei - Todd und Ariane buchen einen Bootstrip am Rio Dulce. Nachdem der aber nicht billig ist und 4 Tage dauert, sag ich ab. Am Nachmittag ist dann eine Exkursion geplant - gleich nach dem Mittagessen breche ich auf - wir schauen uns eine Kaffeeplantage nahe der Stadt an. Ist recht interessant, man sieht, wie die Bohnen gepflückt werden, dann durch urtümliche Maschinen laufen und endlich der Bohnen-Wasser-Fluss zum Austrocknen auf den großen Terrassen der Anlage versiegt. Traktoren sind im Einsatz, teilweise aber auch Handarbeit, um die Bohnen regelmäßig zu wenden. Schöner als Gestern, und eine gute Möglichkeit, die anderen Studenten näher kennen zu lernen. Um 5 Uhr treffe ich mich mit 2 Leuten aus der Schule, um deren Fitnessclub anzusehen. Ist kleiner als der vom Montag, dafür billiger. Wenn ich passende Sportschuhe habe, werd ich mich dort mal blicken lassen. Abends etwas gelernt, dann mit einer Mitbewohnerin nochmals ausgegangen - war zwar schwierig, eine passende Bar zu finden, aber letztlich war dann doch ein Bier (Marke Gallo) drin...
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| 12.02.04 Stadttour Wiederum von 8 bis 12 Uhr unterricht - heute waren die irregulären Verben dran. Eine riesige Liste hat sich inzwischen angesammelt - ist nicht einfach, sich alles zu merken, aber das "Halbwissen" in Italienisch und Französisch hilft schon sehr weiter. Nach dem Unterricht zum Schuhekaufen um die Ecke, diesmal Sportschuhe, um was passenden für den Fitnessclub zu haben. Umgerechnet 17 Euro und (!) Schuhgröße 46. Nach dem Mittagessen kurz gelernt, einige Stellen auf dem Stadtplan markiert und los - einerseits Kirchen ansehen (viele sind ja Ruinen und aus einer ist ein Hotel gebaut worden - die Rezeption ist der Altar) - dann Kinos abklappern - was läuft denn in den nächsten tagen.... Eintritt ist jeweils nur etwa 1-2 Euro, manchmal auch frei. Telefoniert, Todd unterwegs getroffen, dann ins Reisebüro und für morgen einen Wochenendausflug gebucht - Monterrico Beach, ein Ausflugsgebiet an der Pazifikküste. 35 Dollar kostet das ganze inklusive Fahrt, Hotel und Ausflügen vor Ort.
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| 13.02.04 Pazifik Ole Freitag - der fünfte Schultag. Nach dem Unterricht kaufe ich für den Wochenendtrip ein - hauptsächlich Getränke, denn in Monterrico soll es sehr heiß sein. Dann nochmals Mittagessen. Dreimal am Tag gibt es Mahlzeiten, 7:15, 13:15 und 19:15. Meistens sitzt der Gastvater mit am Tisch, und dann eben die 6-7 Studenten, die sich in der Unterkunft aufhalten. Am ersten Tag war es noch schwer, etwas zu verstehen - die Gespräche werden eigentlich nur in Spanisch geführt, langsam bekommt man so die Themen mit und viele Worte kommen bekannt vor. Danach wird gepackt - der große Rucksack kommt zum ersten Mal in Einsatz. Kurz noch telefoniert - und um 15 Uhr verlässt die Gruppe von 8 Leuten dann Antigua in Richtung Monterrico. Die Fahrt dauert 2 Stunden, das Highlight ist das Überqueren eines kleinen Flusses mit einer Fähre. Eigentlich nur eine kleine Metallplattform mit Außenbordmotor, der Kleinbus passt gerade drauf... Es gibt hier viele Kokospalmen - wir befinden uns in einem anderen Klima. Monterrico liegt am Pazifik, ein kleines Städtchen - überall der Plastikmüll auf den Straßen - Zeichen der Zivilisation. Unser Haus ist sehr einfach. Eigentlich kommt so was nicht als Gartenhütte durch - aber für 2 Tage ist es ok. Dann an den Strand - obwohl es ja "Stiller Ozean" heißt, sind die Wellen beeindruckend. Bisher die höchsten, die ich zu sehen bekommen habe - kein Vergleich mit den Kanaren oder sonst wo. Wird ein Spaß im Wasser! Wir sind eine Vierergruppe, ein Österreicher, eine Schweizerin und neben mir noch ein weiterer Deutscher. Wird also ein deutschsprachiges Wochenende. Wir entdecken einige Strandbars, verbringen den Abend mit Fotografieren, am Strand liegen und auch mit einer Bierprobe der lokalen Erzeugnisse :) Moskitos sind hier auch ein Problem - dagegen helfen nur lange Klamotten - trotz des schwülen Klimas. Gegen 21 Uhr dann nochmals in eine andere Bar, um 24 Uhr waren wir im Zimmer.
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| 14.02.04 Monterrico Beach Um 5:30 hätten wir an einer Flussfahrt teilnehmen können - was für eine unmenschliche Zeit für ein Wochenende! Ich entscheide mich, länger zu schlafen und nehme so erst gegen 8:30 ein Frühstück, ähnlich wie die anderen in meiner Gruppe. Dann an den Strand - Hängematten gibt es überall - zwischen Palmen gespannt... Die Wellen sind echt toll. Nicht gefährlich, wie ich zuvor von einigen Leute hörte. Hier geht jeder ins Meer, man muss sich nur gegen die Brandung zur Wehr setzen. Macht Spaß, am und zu ein Getränk an der Strandbar "Johnnys" - dann wieder lesen, lernen und schwimmen. Abends dann einen Rundgang durch die Ortschaft zusammen mit Roland aus Österreich. Eigentlich ja aus Zimbabwe, die Familie musste dann aber ausreisen, als das Land instabil wurde. Fotos, einkaufen und später dann im Johnnies ein Bier und im Restaurant "El Pelicano" Abendessen. Hab noch nie einen Pelikan in "freier Wildbahn" gesehen - hier badet er stolz im Brunnen im Innenhof. Nochmals kurz in die Strandbar, wo ich auf meine Mitbewohnerin aus den USA treffe - auch sie verbringt das Wochenende am Meer.
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| 15.02.04 Monterrico, die zweite! Heute gegen 8:30 raus und zum Frühstücken ins Hotel Delfin. Dann wiederum an den Strand. Es ist schon ziemlich heiß hier - und dann das aggressive Salzwasser. Sonnencreme ist Pflicht! Nach dem Austoben im Wasser gehen wir am frühen Nachmittag in einen kleinen Tierpark in der Nähe des Strandes. Es gibt Informationen über Meerschildkröten. Für diese Tiere ist die Gegend bekannt und in manchen Monaten sind hier sehr viele Leute, um diese aussterbende Art zu schützen, indem sie deren Eier aufsammeln und in Brutstätten bringen. Es gibt auch Leguane, Krokodile und Chamäleons hier zu sehen. Nachmittags sind wir unsicher über die Abfahrtszeit. Nicht um eins, wie geplant, auch nicht um 3, wie ich erfahren hatte, sondern erst um 5 Uhr werden wir abgeholt. Dafür aber mit einem Privaten PKW (Allradantrieb). Die Nachtfahrt war dennoch "spannend"(!!). Es gibt hier kaum Straßenbeleuchtung, nur einige Gasflammen am Straßenrand. Mache Autos fahren ohne Licht, und so gab es ein oder zwei knappe Situationen. Alle 1-2 Kilometer steht ein Wagen am Straßenrand - Autopanne. Auch unser Jeep scheint Probleme mit den Bremsen zu haben - jedenfalls lässt der Fahrer die Handbremse die Fahrt über schleifen. Nur gut, dass es fast nur bergauf geht - Antigua liegt in 1500 Metern. Um halb acht sind wir zurück. Ich gehe ins Internetcafe, packe meine Sachen aus und treffe dann noch zufällig einen Mitschüler aus Japan in einer der letzten Bars, die hier am Sonntag offen haben dürfen.
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| 16.02.04 Zweite Woche Am Morgen wieder Spanisch gelernt - eigentlich geht es inzwischen schon ganz gut und die Liste mit den 150 Verben ist (zumindest in der Gegenwart) einigermaßen gelernt. Ich lese einfache Bilderbuchgeschichten, dann geht es darum, kurze Texte zu schreiben (als eine Art Hausaufgabe) - macht Spaß! Nachmittags teste ich dann meine Kenntnisse auf dem lokalen Markt, direkt neben der Busstation in Antigua. Es gibt einen Außenbereich, außerdem einige Hallen, in denen Stände dicht auf dicht gedrängt stehen. Schuhe, Hosen, Früchte, eben alles.... Überall wird man angesprochen - es ist einfach, die Sprache anzuwenden und einfache Fragen zu stellen bzw. Preise auszuhandeln. Die sind für Touristen gut um den Faktor 3 höher, am Anfang zumindest. Ich kaufe einen kleinen FM-Radio, der zusammen mit Kopfhörern und Batterien 3 Euro kostet. Dann noch einige Souvenirs.... Das lokale Radioprogramm ist allerdings nicht so toll, wie ich dann daheim feststelle. Seichte Popmusik.. Abends dann nach dem Essen mit Bernhard in die Bar "Reds", nur unweit von unserer Unterkunft am Platz Merced. Wir treffen Todd mit Adriana und einem Holländer Mädel, Elsa, dort - so wir der eigentlich kurz geplante Abend doch noch verlängert. Um 22 Uhr begleiten wir die beiden Mädels zu ihrem Haus und machen uns auch auf den Rückweg. Nur Todd nicht, den zieht es immer wieder ins Irish pub...
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| 17.02.04 Vergangenheit Heute ist die Vergangenheit dran - noch mehr ausnahmen und regeln... aber langsam gewöhnt man sich wieder ans Vokabellernen. Auch das Wortfeld BERUFE und TIERE haben wir durch - mein Lehrer Eduardo macht richtig Druck - was ich auch verlange. So sollte nach drei Wochen das verständigen auf der weiterreise kein Problem mehr sein. Heute wird wieder eine Exkursion angeboten - zu einer Kindertagesstätte in der Stadt. Ich gehe mit, dauert etwa 1 Stunde, ist aber weniger interessant. Doch immer eine schöne Gelegenheit, die anderen Leute der Studentengruppe zu treffen, um auch beispielsweise etwas für den Abend auszumachen. Es gibt wieder einige "Neue", und so macht man hier eine Menge Bekanntschaften. Heute ist Stephanie aus Zirndorf hier angekommen, und wir haben uns gewundert, was es für Zufälle gibt. Es stellt sich heraus, dass sie auch in Hong Kong war, im selben Wohnheim wie ich damals (ein halbes Jahr früher) und sie kennt viele Leute, die ich auch damals getroffen habe. Ich begleite sie zur Bank, um Geld abzuheben und zeige ihr einiges von Antigua. Danach in den Park Central, spanische Zeitung lesen und lernen. Dazu ein Cafe. Dann im Zimmer eine kurze Fiesta. Heute ist eine neue Mitbewohnerin eingezogen (aus Kalifornien) - offensichtlich auch aus dem kirchlichen Bereich - wie viele hier! Antigua scheint ein Sammelbecken für zukünftige Missionare zu sein :) Abends , gegen 9 Uhr treffe ich Roland und Alex wieder, die beiden von Monterrico - auch Stephanie geht mit und so komme ich erst um 23:15 Uhr nach hause -später als geplant! | |
| 18.02.04 Museum of the Arms Heute mal lange geschlafen. Erst um 7 Uhr stehe ich auf (!). Heute früh treffe ich zwei neue Mitbewohner - ein älteres Ehepaar aus Kanada. Sie bleiben eine Woche hier und reisen dann weiter. Langsam ist das ganze Haus voll! Das gemeinsame Essen wird so auch interessanter! Da die neuen Mitbewohner in der gleichen Schule sind, zeige ich ihnen den Weg und dann wird wiederum gelernt. Vergangenheit, dann (nach der Pause) ein kurzer Unterrichtsgang zur Kirche Sa Francisco und dem dortigen Kreuzweg. Ist schön, unterwegs wiederholen wir Vokabeln. Nachmittags um 2:30 Exkursion zum Museum of Arms and of Books, zusammen mit der Gruppe aus der Schule. Sehr interessant, leider nicht sehr groß.
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| 21.02.04 Pantomime 7:30 aufstehen, Frühstück, dann Kirchentour, den Tag langsam angehen lassen. Die La Merced Kirche ist sehr schön - kurz innen, dann auf dem Platz davor den Leuten bei der Muse zugesehen. Eine deutsche Touristengruppe zieht vorbei, ich erfahre einige neue Informationen in meiner Muttersprache. Am Wochenende ist immer sehr viel los - überall Marktteppiche, Fruchtverkäufe, frittierte Hähnchen am Straßenrand... Dann zur Kathedrale, auch die Ruinen besucht, Fotos auch vom Friedhof gemacht, in der nähe des Marktes Abends Pantomimefestival vor einer Ruine - sehr professionell - mit Fernsehen. Die beiden Kanadier begleiten mich, auch Rebecca und Andrew.
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| 22.02.04 Jocotenango Gegen 7:30 wache ich auf, mache aber erst einmal ausgiebige Reiseplanung für die nächsten Wochen. Nach einem Frühstück in der Junge Fever Bar (einer Absteige für Rucksacktouristen, das Ambiente gefällt mir nicht), nochmals ins Zimmer und dann auf nach San Felipe. Zumindest denke ich das, aber mein Spaziergang führt an der Abzweigung vorbei und so erreiche ich nach einigen Kilometern das Dorf Jocotenango. Sehr ursprünglich, wenig Touristen, aber sehr schön. Unten im flachen das größere Dorf, weiter hinten sehe ich einige Häuser am Berghang. Vor dem Anstieg ist ein Fußballfeld aus dem Lehm herausgekratzt, ein Spiel zweier Lokalteams findet gerade statt. Leute bestaunen mich, grüssen freundlich zurück und schlecken ihr Kokosnußgeraspel, das man hier kaufen kann. Mobile, antike Metallgestelle werden zur Produktion benutzt. Oben, auf dem Serpentinenfeldweg reihen sich die Wellblechhütten, ich treffe einen Einheimischen, Carlos und wir unterhalten uns eine halbe Stunde. Sein Kind, Pablo, spielt mit Plastikautos im Staub der Straße. Blaue, größere Vögel in den Baumkronen. Gegen 13 Uhr bin ich wieder auf dem Heimweg, nach einigen Fotografien und einer Busfahrt. In der Kirchenruine "Die Wiederauferstehung" findet eine Kindergeburtstagsfeier statt. Ich mische mich unter die Festgäste, sitze im Gras und lerne kurz Vokabeln. Später Mexican Food genossen, dann noch mal Grillhähnchen und abends mit Bernhard im Kino "The Order" - Schlechter Film!
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| 23.02.04 Wieder Lernen - Futuro und Salsa Wiederum in die Schule - heute ist das Futur dran - beziehungsweise eher die 3 verschiedenen Formen. Langsam wird es schwierig, alle Endungen auseinander zuhalten - ist ja schon sehr viel Stoff angefallen... Nach dem Unterricht gehe ich mit Rebecca ins Haus zurück, mache mich dann auf den Weg zum Telefonieren (leider sehr schlechte Verbindung nach Hause) und hole die Sachen aus der Wäscherei ab. Um 16 Uhr ist ein Tanzkurs in der Schule angesagt, wie jeden Montag. Davor noch kurz Vokabeln gepaukt und den Lonely Planet von Bernhard angeschaut, teils gemütlich im Zimmer, teils auf einer Steinbank im Park vor unserer Haustuer. Auch Rebecca lernt dort, und so leiste ich ihr Gesellschaft. Zeitig mache ich auf zur Schule, trinke unterwegs bei Fernandos einen Cafe und beginne dann mit einigen anderen die ersten Tanzschritte. Nicht einfach, macht aber Spaß. Mit Stefanie verabrede ich mich nach dem einstündigen Aktivsein auf eine Tasse Cafe auf dem Central Square - wir sprechen über Nürnberg und die Bergkirchweih... Dann, wieder im Zimmer treffe ich Bernhard und wir schaffen es, meine Bilder auf seinen Laptop zu Übertragen, so dass er auch einige Erinnerungsbilder bekommt. Nach dem Abendessen mit Roberto und Jenny in die Stadt, eigentlich in ein Kino, aber der angekündigte Film läuft nicht und so mache ich etwas früher Schluss, um noch ein wenig zu lesen
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| 24.02.04 Champions League Morgens wiederum Unterricht - bis 12 Uhr. Die Präpositionen PARA und POR sind auf dem Programm - nicht so schwer. Danach gehe ich ins Internetcafe und telefoniere an - immer noch Störungen, aber es ist besser als gestern... Nach dem Essen in die Bar "Los Arcos Reds", wo das Spiel der Chamions-League übertragen wird. Ich treffe Kristina dort, und einige andere Deutsche, die auch wieder mal was aus der Heimat mitbekommen möchten. Ergebnis 1:1 Danach ins Zimmer, ausgeruht und mit Bernhard gesprochen. Nach dem Abendessen dann um 20:15 mit einigen Leuten im Raileys, dem Irischen Lokal im Ort. Ist einfach ein guter Treffpunkt am Abend. Heute ist übrigens Carneval - viel sieht man hier nicht auf den Straßen - das Fest findet im kleinen Rahmen in Schulen usw. statt. Konfetti liegt aber schon auf den Straßen
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| 25.02.04 Macadamia und mehr Heute früh erst wieder 2 Stunden kompakter Unterricht - Konditionalform. Nachdem hier heute an Aschermittwoche viele kirchliche Veranstaltungen sind, geht eine kleine Gruppe von Studenten nach der täglichen Pause um 10 Uhr auf Exkursion - zur Kirche San Felipe etwa 2 Kilometer von der Schule entfernt, in einem nahen Dorf. Ich unterhalte mich mit Ariane aus der Schweiz - auch sie verlässt in kürze die Stadt und geht auf Reisen, allerdings in Richtung Süden - Belize, Honduras bis Panama. Pünktlich um 12 Uhr sind wir zurück, so dass ich noch locker zum Mittagessen komme und noch ein paar Minuten ausspannen kann, bis der anstrengende Nachmittag weitergeht. Um 14:30 machen wir uns auf den Weg zu einer Makadamia-Plantage. Mit experimentellen Methoden werden dort verschiedene Nusssorten gezüchtet (ökologischer Anbau). Das warten auf den Bus und die Tour machen den Ausflug zur einer mehr als zweistündigen Angelegenheit. Ist aber dennoch sehr interessant und macht Spaß. Zusammen mit Stefanie und Ariane leere ich eine größere Tüte Nüsse, direkt an der Quelle gekauft. Danach kurz am Markt - CDs angeschaut (sowieso alles Raubkopien von mexikanischen Musikgruppen), dann in die Bar REDS, wo Tod schon auf uns wartet. Das Fußballspiel Sttgt-London ist schon beinahe vorüber und wir sehen nur das Ende der unglücklichen Niederlage. Ein Cafe muntert wieder auf, dann für eine Stunde Pause, bis dann abends wieder 7 Uhr Treffpunkt an der Schule ist, um mit einer größeren Gruppe zum Abendessen zu gehen. Nicht Steaks , wie geplant, sondern ein arabisches Mahl steht auf dem Programm - zu viele Teller für den kleinen Tisch.. Danach in eine Kneipe namens Rickis Bar, erst um halb eins zu Hause.
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| 26.02.04 Regentag Heute ist also mein vorletzter Tag in der Schule. Nochmals kommt neue Grammatik dran, ich versuche, soviel wie möglich in den letzten Tagen noch zu machen. Ein kurzer Spaziergang während der Schulzeit führt uns zur Kirche Merced, wo die Leute für die Fastenzeit einige Teppiche vorbereiten. Ist eine Kunst für sich, mit gefärbten Hobelspänen wird ein etwa 20 qm großer farbiger Bodenbelag gemacht, der Muster enthält und auch Bilder von Blumen und Tieren. Mein Lehrer stellt heute Keramikarbeiten in der Schule vor, ich nehme an der Exkursion teil und versuche mich auch einmal bei dem pressen der Lehm oder Tonmasse. Abends dann regen - der erste wirkliche Regentag in den 3 Wochen. Ich benutze den Laptop von Bernhard und bereite die Bilder (die ersten 500) auf und stelle nachher einige ins Internet. Ansonsten heißt es noch etwas lernen und sonst eher mal ruhig den Abend angehen lassen
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| 27.02.04 Cerro de La Crux Heute ist mein letzter Schultag - das Spanischlernen hat ein Ende, zumindest in der theoretischen Form. Ein kleines Abschlussexamen - nicht sehr anspruchsvoll - rundet die 3 Wochen ab und anschließend gehe ich mit Eduardo nochmals in die Kirchen und schaue die fertigen Teppiche an. Nach einer kurzen Pause zuhause (Mittagessen) geht es mit einer Gruppe zum Cerro de la Crux, einer Aussichtslichtung auf einem Hügel in der Nähe der Stadt. Tolle Blicke gibt es heute auf die schachbrettartigen Straßen von Antigua - im Gegensatz zu dem gestrigen bewölkten Wetter. Die Touristenpolizei begleitet uns, denn hier gibt es manchmal Überfälle auf die Besucher, und nur in einer großen begleiteten Gruppe ist der Ausflug wirklich sicher. Abends dann gegen 9 Uhr treffe ich mich mit einer Gruppe von anderen Sprachstudenten in der arabischen Bar, um danach in eine der 2 Diskothen der Stadt zu gehen (nahe der Kirche)- gegen 3 Uhr erst sind wir zu hause
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| 28.02.04 Guatemala City Obwohl der Abend gestern sehr lange war, nehme ich schon halbwegs wach an dem Frühstück um 7:30 Teil. Um 11 Uhr treffe ich mich mit Stefanie am Eingang unserer Sprachschule, wo wir von einem Shuttlebus abgeholt werden, um eine Stadttour durch die Hauptstadt des Landes zu unternehmen. Die Reise haben wir gestern gebucht. Nachdem noch weitere Touristen auf dem Weg zum Flughafen abgeholt werden, dauert die Hinfahrt sehr lange - knapp 1:30 Stunden. Eine Unterhaltung mit einer älteren Dame neben mir macht die Zeit aber doch recht kurz. Nachdem wir nur noch zu zweit im Bus sind, beginnt die eigentliche Tour. Zuerst zum zentralen Platz der Stadt, Kathedrale und Palast der Republik. Danach in einen Markt, wo wir uns mit Souvenirs und Haarschmuck eindecken - also eher Stefanie als ich. Nachdem wir auch in die Gebäude schauen konnten (ab 14 Uhr), machen wir uns mit dem Minibus auf eine Stadtrundfahrt. Zuerst eine lange Marktstraße entlang (DVDs, Elektronik, aber auch alles andere), dann in ein Museum über die Mayakultur, nochmals durch die Stadt und am frühen Abend schon wieder zurück. Eigentlich sehr kurz dafür, dass wir die größte Stadt Mittelamerikas besuchen. Abends dann nochmals kurz einkaufen - früh ins Bett, um für Morgen fit zu sein
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| 29.02.04 Vulkan Pacaya Um 5 Uhr stehe ich auf, denn schon eine Stunde später machen wir uns in einer kleinen Gruppe (mit Miriam, Stefanie und einige andere Touristen) auf den Weg zum Vulkan Pacaya, einem der eher kleineren Vulkane in der nähe von Antigua. 2700 Meter hoch, aktiv, d.h. uns erwarten tolle ausblicke und einige Atemzüge Schwefeldampf. Nach 1:30 Stunden Minibusfahrt sind wir am Ausgangspunkt, dann geht es etwa 2:30 Stunden nach oben. Zuerst durch Wälder, dann durch Gras und am Ende dann etwas anstrengender über Steingeröll. Dennoch kommen wir gut und alle oben an, manche schneller, manche langsamer. Immer wieder schöne Fotogelegenheiten, und unser Führer lockert auch durch sein Aussehen (Piratenkappe) die Stimmung der müden Truppe auf. oben dann ein Blick in den Krater - überall Dämpfe. Ein Tuch vorm Mund verhindert schlimmeres. Der Abstieg macht mehr Spaß - teils wie beim Skifahren... Gleichgewicht halten und dann runter. Gegen 13 Uhr sind wir wieder in Antigua, während des Rückweges sitze ich neben einem älteren Kanadier, der mit gute Tipps gibt über Mexiko (war dort schon oft), und ich ihm Tipps über Fotografie. Zurück wird erstmal gegessen. Fastfood Hühnchen, dann packe ich für den Trip morgen und kaufe letzte wichtige Sachen ein. Dazwischen lasse ich meine Vulkanstiefel von einem der vielen Schuhputzer reinigen, diesmal lohnt es sich wirklich. Die 15 Quetzales sind gut angelegt und ich bekomme nebenbei noch eine kleine Lektion in Sachen Spanisch. Dennoch wird erstmal umgeplant. Coban ist zwar sehenswert, aber zeitlich wäre das eine Strapaze. Stets nur in Bussen unterwegs, dann kaum Zeit für die anderen Sehenswürdigkeiten. Ich plane also, morgen Abend mit dem Nachtbus nach Flores zu fahren und dann Tikal zu besichtigen - einer der Hauptstädte der Mayas. Nochmals auf in die Stadt, evtl. ins Kino, dann aber treffe ich Elsa, Christine und Miriam in einem Cafe, und zu viert gehen wir Abendessen in einem kleinen mexikanischen Live-Musik Restaurant. Nachdem kein ansprechender Film mehr läuft, machen wir uns gegen 21 Uhr auf den Heimweg, treffen unterwegs noch eine Menge andere Bekannte.
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| 01.03.04 Letzter Tag in Antigua Heute ist wieder Montag, aber für mich keine Schule mehr. Es gibt andere Dinge zu organisieren. Am normalen Frühstück um 7:30 nehme ich teil, die beiden Franzosen beginnen heute mit dem Sprachkurs, vielleicht bekommen sie meinen Lehrer, der jetzt ja frei ist. Danach mache ich mich auf zur Wäscherei (toller Service hier - überall Reinigungen für 50 Cent das Pfund, 4 Stunden später sind die Sachen fertig) und zum Kopierdienst (1,5 Cent die Kopie), um Teile meines Astrophysikbuches zu kopieren fürs Lernen auf der weiteren Reise. Dann auf zur Post - heute möchte ich den Koffer zurücksenden. Ich erfahre die Preise (nicht gerade wenig!) und muss außerdem noch irgendwo einen Karton auftreiben - einen Koffer nehmen sie nicht an. Nach einigem hin und her bekomme ich aus einem kleinen Tante Emma laden eine passende Kartonbox her und packe für eine Stunde - sowohl die Box als auch meinen Rucksack. Dann wieder auf zur Post, komme ganz schön ins Schwitzen mit dem ganzen Gepäck.. Nochmals fest eingepackt - umwickelt und dann gute 120 Euro an die unfreundliche Frau hinter dem Schalter bezahlt. Immerhin Luftpost, etwas anderes (Schiff) gibt es hier nicht.. Dann noch einige Reisebüros durchgemacht wegen des Tickets für heute Abend - meine Reise kann beginnen. Für 18 Dollar bekomme ich letztlich den Nachtbus nach Flores, morgen früh bin ich in dem Ort, der auf einer Halbinsel inmitten eines Sees liegt. Auf diesen Vormittagsstress erst einmal eine Pause mit leckerem Eis, noch etwas Geld abgehoben und dann wieder zurück ins Zimmer. Bernhard kommt früher als erwartet zurück und so kann er mir von seinen Erlebnissen auf dem 4 tägigen Segelschifftrip auf dem Rio Dulce erzählen. Zusammen mit Rebecca gehen wir zu dritt in Fernandos Cafe, meinen letzten in der Stadt. Um 18:30 bin ich abreisefertig, warte allerdings noch eine knappe Dreiviertelstunde auf den Bus, verabschiede mich von jedem und dann geht es nach Guatemala City, zum Busbahnhof, wo um 20:30 mein Pullmann Bus nach Flores abfährt
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| Rundreise in Guatemala | |
| 02.03.04 Flores und Biotop Die Nacht im Bus ist gar nicht so schlimm, einige Stunden kann ich mehr oder weniger schlafen. Um 4 Uhr oder kurz danach kommen wir in Santa Elena an, der Stadt angrenzend an Flores, das auf einer Halbinsel liegt. Kurz darauf schafft mich ein Minibus vor das Hotel, das ich mir im Reiseführer ausgesucht hab (mit Seeblick!). 5 Euro für die Nacht im Einzelzimmer mit Bad sind nicht schlecht, und man ist mitten in der Stadt. Es ist natürlich noch früh, jedoch haben die ersten Cafes schon offen und so gibt es neben einem kurzen Stadtrundgang nach Sonnenaufgang erstmal Frühstück. Ich treffe die Leute aus Antigua von gestern wieder, sie sind im gleichen Hotel. Eine Gruppe Spanier aus Barcelona - sie sprechen natürlich Katalanisch, und deswegen hab ich sie vorher mit Brasilianern verwechselt. Dann der Tagesplan - um 9 Uhr fahre ich mit einem Minibus nach El Remate, einer Ortschaft am anderen Ende des Sees. Dort wandere ich knapp 3 Stunden durch ein Biotop, teils subtropischer Wald, teils Dschungel. Brüllaffen im Hintergrund, Blattschneiderameisen am Boden ... Nachdem es hier in El Peten sehr heiß ist, komme ich während des Auf und Abs des Spazierganges sehr ins Schwitzen und so kommt der Sprung in den kühleren See danach gerade recht. Knappe 1,5 Stunden bleibe ich am Holzsteg liegen, lese und schwimme. Im Anschluss wieder mit dem Bus nach Flores zurück (3 Uhr). Nach einer Erholungspause fahre ich mit einem kleinen Boot an das gegenüberliegende Ufer des Sees, der Bootsführer ist sehr froh, dass er an mir 50 Cent verdient und so erkläre ich, dass ich vielleicht morgen wieder zurückkomme. Ein kurzer Spaziergang ermöglicht tolle Ausblicke auf die Halbinsel von Flores, und natürlich einige Bilder! Einkaufen, dann durch den Ort schlendern, auf der Suche nach einem guten Restaurant. Prompt treffe ich den Holländer Martin wieder, dem ich am ersten Tag in Antigua auf einer Parkbank begegnet bin. Er ist mit seinem Lehrer unterwegs, und wir treffen uns zum Abendessen und üben uns weiter im Spanisch (bei Pizza und Bier). Nach dem Internetcafe besucht gehe ich früh ins Bett, um morgen die alten Mayastätten von Tikal genießen zu können
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| 03.03.04 Tikal Um 7 Uhr bringt mich ein kleiner Bus von Flores nach Tikal, zusammen mit 8 bis 10 weiteres Interessierten. Ich nutze die knapp 90 Minuten Fahrzeit, um mich etwas in die Kultur der Mayas einzulesen - denn die Hauptstadt liegt in Bälde vor mir. 45 Quetzales Eintritt kostet der Park - ich beginne mit der Tour durch die Ruinenstadt. Zuerst im Norden des Gebietes, einige auch recht große Tempel im Wald verstreut. Ja, auch der Urwald hier ist sehenswert, neben der Architektur. Lianen überall, Orchideen auf den Bäumen und Schlinggewächse an den Stämmen der Mahagonibäume. Nach einer guten Stunde komme ich in die Nähe des zentralen Platzes von Tikal. Und erst dort ist der Ausflug wirklich sehenswert. Zwei knapp 45 m hohe Pyramiden., dazwischen grüner Rasen mit weiteren Steinsäulen, an der Längsseite große Tempelkomplexe. Vor 100 Jahren war hier fast noch alles überwuchert, inzwischen hat man vieles wieder aufgebaut und restauriert. Insgesamt verbringe ich knapp 5 Stunden in den Anlagen, der Lonely Planet hilft viel beim Interpretieren des Gesehenen. Es ist allerdings sehr schwülwarm, ab und zu fängt es an zu regnen - daher schwitzt man viel. Die Getränkeverkäufer freuen sich, nutzen ihren Vorteil aber nicht aus (normale Preise). Teils tolle Ausblicke von den Pyramidenspitzen aus, teils nur mal kurzes Mittagsschläfchen auf einer Bank vor einer Opferstätte, dann wieder durch das "organisierte" Dickicht des Waldes spaziert. Um 15 Uhr bin ich wieder in Flores, mache mich frisch und verbringe den Nachmittag in der Stadt, in der Unterkunft und auf der Aussichtsterrasse. Für morgen kaufe ich ein Busticket nach Rio Dulce - 12 Dollar. 6:15 geht es los, dann verlasse ich erst einmal den Jungle von El Peten.
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| 04.03.04 Rio Dulce, Castillo und Livingston Um 6:15 soll mein Bus in Richtung Rio Dulce, einige hundert KM weiter in Richtung Südosten - unweit der Karibikküste - losfahren. Einige Minuten vorher stehe ich mit einem Pappbecher Kaffee vor der staubigen Bushaltestelle in Flores, die Minuten vergehen und kein Bus in Sicht. Erst gegen 7 Uhr fährt der Pullmann Bus vor, ich lade ein und los geht es. Vor mir sitzen 2 Touristinnen, Maaike aus Holland und Yoko aus Japan. Sie haben etwas weniger für das Ticket bezahlt, dafür aber einen guten KM mit dem ganzen Gepäck laufen müssen - zur Nachbarstadt auf dem Festland. Einiges Später steigt eine ältere Frau aus Neuseeland ein, nimmt neben mir Platz. Ich notiere einige ihrer Reisetipps - in den nächsten Wochen kann ich die schon noch benutzen... Der Bus fährt wie der Blitz - wahrscheinlich um die Verspätung wieder gut zu machen. Dann, gegen 11 Uhr, sind wir in Rio Dulce, einem Ort mit einer Brücke (sonst wenig) nahe eines großen Sees. Zu Dritt (Yoko, Maaike und ich) fahren wir mit einem Minibus zum nahen Castillo San Felipe, einer alten Burg die gegen Piraten eingesetzt wurde. Eine Stunde bleiben wir dort, und überbücken de Zeit, bis unser Boot nach Livingston ablegt, einem Ort an der Karibikküste. Wir besichtigen das innere des Kastells, gehen dann für einige Minuten im Flusswasser Baden und versuchen dann, unsere Klamotten wieder trocken zu bekommen. Kurz darauf werden wir vom Boot abgeholt - 200 PS Außenborder, und so fahren die 20 Leute mit gut 60 km/h oder mehr der Küste entgegen. Ab und zu Stopps, Fotos in den Mangrovenwäldern, viele Pelikane, kleine Hütten am Fluss und Kinder mit Holzlangbooten, die während der Fahrt Blumen verschenken wollen und Stifte als Gegenleistung verlangen. In Livingston dann eine andere Gesellschaft - dunkelhäutige Guatemalteken, einfache Bauten. Nach einigem Suchen nehmen wir uns ein Dreierzimmer für 2 Euro die Person, mit privatem Bad! Es ist sehr heiß, schwül und so ist das Herumlaufen sehr anstrengend. Ein kühles Bier für uns drei hilft, dann kurz den Strand entlang - eigentlich sehr verdreckt.. Der Ort ist nur per Boot erreichbar, und so spielt sich vieles auf dem Wasser ab - jedes Hotel hat seinen Steg. Wir gehen Abendessen im Tilingo Lingo (gutes Essen, schlechter Kaffe), ruhen uns gegen 8 Uhr abends erstmal 2 Stunden auf dem Zimmer aus und gehen dann zu einer Musikbar - Cuba Libre aus Weizenbierglaessern, Livemusik einer Percussionband (auf Schildkrötenpanzern...). Dann, gegen 12 Uhr auf zu einer Stranddisco - viel Salsa und viele Einheimische, die auf die hübschen Touristinnen aus sind. Ich treffe einen Ingolstädter auf dem Weg zum Strand - hatte ich hier nicht gedacht. Gegen kurz vor 2 Uhr sind wir wieder im Hotel "El Viajero" zurück, ein paar Longdrinks später
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| 05.03.04 Busfahrt Wir stehen um 8 Uhr auf - ist schwer, nach dem kurzen Schlaf. Frühstück gibt es im Tilingo Lingo - wiederum schlechter Cafe, aber wohl der Beste am Ort... Ich sehe Martin wieder, er nimmt ja die gleiche Route, ist also auch in Livingston. Nach kurzem Aufenthalt am Strand entschließen wir uns, wieder früher zurückzufahren. Um 12 Uhr sind wir am Bootssteg, warten aber, bis das Boot voll wird. Das dauert insgesamt 1 Stunde, dann geht es nach Puerto Barrios, einem anderen (diesmal großen) Ort an der Küste Guatemalas. Auf halbem Weg geht der Motor teils kaputt - jedenfalls müssen 10 Leute umsteigen auf ein zweites Boot, das 15 Minuten später eintrifft. Spaßige Kommentare auf hoher See. Maaike spricht gut Spanisch, somit ist die Verständigung - wenn ich mal nicht mehr weiter weiß - kein Problem mehr. Dann, in Puerto Barrios mit dem Taxi zum Bus in Richtung Guatemala City, der Fährt um 14:30 los und mit einigen Stopps, einigen Aufs und Abs auf dem wieder hügeligeren Gelände, einigen Gesprächen mit den Sitznachbarn und 2 VCD Filmen im Bus (Fahrt kostet 4 Euro), sind wir in der Dunkelheit wieder in Guatemala(20 Uhr). Ich entschließe mich, mit den beiden nach Antigua zu fahren, liegt ja auf dem Weg zum Lago de Atitlan - meinem eigentlichen Ziel. So kommen wir - nach Verhandlungen mit dem Taxfahrer in Guatemala Stadt, nach einer lauten Chickenbusfahrt von über 1 Stunde wieder in meinem altbekannten Antigua an. Nachdem Maaike auch schon mal hier war (vor 3 Jahren) kennt sie ein billiges Hotel, wo wir uns ein Zimmer nehmen (3 Euro/Person). Kurz darauf noch mal in Rickis Bar - zum Abendessen. Um 12 Uhr sind wir zurück in der Unterkunft, ich unterhalte mich kurz mit dem Osterreicher, der hier seit 4 Jahren lebt (hab ich so verstanden) und dann wird wieder gepackt für morgen früh. Wir verabschieden uns schon mal voneinander - mit Addressenaustausch - denn morgen möchte ich niemanden aufwecken- mein Bus nach Panajachel fährt um 7 Uhr ab. | |
| 06.03.04 Lago de Atitlan Ich bekomme den Tipp, den Bus erst eine Straße später zu besteigen, um so die Hälfte des Fahrpreises zu sparen. Trotzdem mache ich den Weg zur Agentur und zahle 35 Quetzales (3.5 Euro) für die 2stuendige Fahrt - wie sich herausstellt, doch der gleiche Preis. In der ersten Rehe sitzen die 2 Amerikanerinnen, die ich von der Sprachschule kenne. Hätte ich nicht gedacht, sie hier zu treffen. Eigentlich möchte ich ja zur 10koepfigen Gruppe zustoßen, die jetzt am Wochenende auch am See ist - wird aber wohl schwierig! Gegen 10:30 sind wir in Panajachel, dem Touristenort am See. Erstmal ein Frühstück für 1 Euro, dann durch die staubigen Straßen hinunter zum See, vorbei an unzähligen Marktständen oder Verschlägen, Wellblechwänden und bemalten Mauern. Nachdem die beiden wieder gegen 4 Uhr zurück müssen, Fahren wir mit einer Fähre in Richtung San Marcos los, wo die anderen der Gruppe angeblich übernachten. Mein Rucksack ist immer dabei, wir legen an einigen der 12 Dörfer (benannt nach den 12 Jüngern des NT) an und erreichen schließlich San Marcos. Ich laufe einige Hotels ab - kein bekanntes Gesicht. Hier gibt es viele Joga-Workshops, ein Platz zum entspannen - ein spiritueller Ort am See. Eine Stunde später fahre ich wieder mit nach Panajachel. zurück, nachdem es doch zu langweilig wäre, hier eine Nacht zu verbringen. Nachdem die zwei Amerikanerinnen wieder nach Hause fahren, suche ich mir ein Hotel (Santa Elena - nur 2.5 Euro) und gehe durch die Marktstraßen der Stadt. Einige Touristenbüros gecheckt - 3 Taco Hawaii - Snacks zur Stärkung, dann die Nightlifeszene (Musikkneipen, Jazz und Rock) ausfindig gemacht - kurz Shopping, dann an den Strand - einige Bilder und schließlich ins Zimmer zum ausruhen, bevor es abends noch mal heißt: Musik genießen
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| 07.03.04 Chichicastenango Ich stehe um 7 Uhr auf. Um diese Zeit gibt es in den 2 Duschen der Unterkunft auch noch warmes Wasser. Das Zimmer hier verlängere ich noch für einen weiteren Tag, bevor ich mich in Richtung Busplatz aufmache, um den Transport nach Chichicastenango zu organisieren. 4 Dollar Kostet die einfache Fahrt, also 32 Quetzales. Heute ist dort der berühmte Markt und so lohnt sich ein Besuch auf alle Fälle. 2 Becher Kaffee später sitze ich in dem Minibus und bin knapp 1.5 Stunden nachher - nach einer Fahrt durch die Berglandschaft im Westen Guatemalas - in der kleinen Ortschaft, die 2000 Meter hoch liegt. Zuerst gibt es für mich noch ein weiteres Frühstück, diesmal ohne Zeitdruck. Dann mache ich mich auf den Weg durch die engen Marktstraßen. Im Zentrum ist die katholische Kirche, steile Stufen führen zur Eingangstuer hin und auf ihnen sitzen viele Leute. Auch Blumenverkäufer findet man hier, dann viele Erdnussstände... Ich verhandle mit einem Münzenverkäufer - 2 alte Quetzalesmünzen aus den 20er Jahren wären ein schönes Souvenir - in Silber. Nachdem aber die Preise nicht unter 10 Euro zu bekommen sind, gebe ich auf. Nach einer Stunde setze ich mich auf die Treppe und warte auf die Gruppe der Schule, die heute ja auch herkommen möchte. Wie es der Zufall will, treffe ich sie nach wenigen Minuten, und so ziehen wir bis 13 Uhr gemeinsam weiter, um dann wieder nach Panajchachel zurückzufahren (Minibus). Dort noch mal ein gemeinsames Mittagessen, wo ich die Schülergeneration nach mir ebenfalls treffe - wiederum einige Deutsche... Um 16 Uhr fahren sie zurück, ich bleibe noch einige Minuten bei einer anderen Deutschen, die nach San Marcos weiterfahren möchte und gehe dann aufs Zimmer, langsam mal ausruhen....
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| 08.03.04 Bus nach Huehuetenango Heute schlafe ich aus - ich merke, dass die "Luftzüge" in den letzten Tagen - ob auf dem schnellen Boot, den Bussen oder sonst wo - nicht gut für meine Gesundheit waren. Trotz der leichten Erkältung machen ich mich auf den Weg in Richtung Mexiko - natürlich erst nach einem ausgiebigen und guten Frühstück Continental mit 2 Kaffees - für nur 2 Euro! Um 12 Uhr dann in den Chickenbus -so werden die lokalen Transportmittel hier genannt. Zuerst nach Solola, immer noch in nähe des Sees, dann weiter nach Los Encuentros. Die Fahrtpreise liegen im Pfennigbereich. Der dritte Bus bringt mich dann nach Huehuetenango, entlang der Panamerica-Straße (Interamericana). 2 Stunden fahrt für 2 Euro. Die Landschaft ändert sich - wir befinden uns im Hochland Guatemalas. Berge, keine tropischen Pflanzen mehr, enge Kurven. So macht der Bus nach einiger Zeit schlapp. Motorhaube auf, dann rumhantiert, mit einem Bambushalm wird der Füllstand geprüft, und kurz darauf springt der russende Motor wieder an - hat mit Sicherheit bald seine Millionen km voll.... Die Busse sind meist Geschenke aus den USA, wo sie in den vergangenen Jahrzehnten als Schulbusse eingesetzt wurden. In Huehuetenango treffe ich eine Frau, die mir den Weg ins Zentrum (2km) zeigt - und dort eine billige Unterkunft. Neuer Rekord - eine Nacht für 1.80 Euro. Warme Duschen, großen Zimmer, allerdings antike Holzmöbel, Fußboden mit fehlenden Planken usw. Mit einem Schweizer Messer bringe ich erst das wackelige Schloss wieder in Ordnung. Dann ausruhen, in die Stadt - Riesenpizza gegessen - Internet und bald ins Bett (8 Uhr) | |
| Mexiko | |
| 09.03.04 Viva Mexiko - San Cristobal de las Casas Frühstück um 8:15 Uhr, dann mit einem Stadtbus (7,5 Cent) zum Bushbahnhof und auf in Richtung Mexiko! Die ersten "Stewards" werben schon an, ich steige wiederum in einen Chickenbus nach La Mesilla, einem Ort an der Grenze. Diesmal weiß ich auch, warum die Busse so heißen - 8 Kartons mit Küken befinden sich auf den Gepäckablagen und unter den Sitzen - bestimmt 40 Tiere in einer Trage. Überall Pickgeräusche und Pfeifen, der Bus füllt sich langsam und so sind wir 2 Stunden später am der Grenze. Zwischen 12 und 13 Uhr betrete ich Mexikanisches Gelände - genauer lässt es sich nicht sagen. Die Guetemalische Seite lässt mich ohne weitere Fragen durchlaufen, als ich "Aleman" sage. Dann mit einem Taxi mit zerbrochenen Scheiben die 4 km bis zur mexikanischen Seite. Ich erwarte große Kontrollen, aber es reicht, den Pass vorzuzeigen. Überall illegale Geldtauscher, ich lasse mir für 100 Quetzales 100 Pesos geben - ein schlechter Kurs, wie ich weiß, aber ich brauche ja Geld für Bus se. Dann geht es mit so genannten Collectivos weiter, mexikanischen Minibussen (15 Leute...) mit guten Motoren. Ich sehe die ersten Horden von VW Käfern auf der Straße - ein Anzeichen für das Nordamerikanische Land. Die Landschaft wird nun anders - in Guatemala noch die kleinen Kurven und engen Täler - hier nun weite Flächen in den Hochebenen - oftmals Bretterzäune und Farmen, dann viele Pinien und Laubbäume am Straßenrand - fast so ähnlich wie im Alpenvorland zu Trockenzeiten. Ziegenherden auf den Feldern, doch die Idylle wird oft von Mexikanischen Militärkontrollen gestört. Einige Male wird unser Bus geprüft - ein Einheimischer wurde harsch nach seinen persönlichen Daten gefragt - wohl nur Schikane. Dann nach einer Stunde umsteigen auf den zweiten Bus gleichen Type, der mich nach San Cristobal de las Casas bringen soll. Unterwegs hatte ein Coca-Cola Laster einen kleinen Unfall, und so ist die Interamerikana für einige Minuten unpassierbar. Rundrum eine Art Volksfest. Die Einheimischen bestaunen die Unfallstelle, fast alle Männer tragen weiße Hüte. Gegen 16 Uhr dann komme ich in San Cristobal an und finde sehr schnell ein schönes Zimmer - etwas teurer zwar als in Guatemala, aber immer noch knapp unter 5 Euro und nahe des Hauptplatzes der Kolonialstadt. Viele Touristen wiederum hier - d.h. viele Unternehmungen für den Abend - Kinos, Internet usw.. viele Franzosen vor allem! Ich mache heute jedoch früher Schluss, um die Erkältung loszuwerden und etwas schlaf nachzutanken....
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| 10.03.04 San Cristobal Erstmal ausschlafen - der Zwang, früh aufzustehen, existiert im Moment nicht mehr. Ich nehme ein Frühstück in einer belebten Einkaufsstraße, gehe dann noch etwas durch die Straßen, mache erste Fotos der Stadt und frage mich zu einem Cafe durch, das internationale Fernsehübertragungen anbietet. Heute ist ein Fußballspiel auf dem Programm - Bayern M. - Madrid, das ich mir ansehen möchte. Wegen der Zeitverschiebung beginnt es gegen 14 Uhr, und so sitze ich bei einem ausgiebigen Mittagessen mit Nachts und Tortillas vor dem Fernseher - am Nebentisch ein Spanier, der aber glücklicherweise Madrid-"Hasser" ist, er kommt aus Barcelona. Trotz der 2 Fans wird es nichts - 1:0 geht die Partie verloren, und so laufe ich im Anschluss in Richtung Santo Domingo, der alten Kirche der Stadt. Vor ihr befindet sich ein quirliger Markt - Kleidung, Souvenirs, alles durcheinander.. Abends schaue ich mir dann in einer benachbarten Sprachschule einen Film über die lokalen Kulturen an in einer Art Kino, esse dann noch einen Hamburguesa zu Abend und lerne für den Rest des Tages Vokabeln
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| 11.03.04 Aussichtspunkt und Umland Zwischen dem Frühstück und einem guten Mittagessen (4 Gänge für 6 Euro - ich war der einzige Gast) mache ich einen Stadtrundgang , wobei ich auf das Mirador hinaufsteige, einem der Hügel der Stadt. Oben steht eine kleine Kirche, und der Blick auf die Straßen von San Cristobal ist hervorragend. Immer wieder kommen kleine Kinder auf einen zu und betteln - ich verstehe sie schlecht, aber denke, dass sie einen Stift oder ähnliches für ihre Schule verlangen. Ist ein schwieriges Feld - einerseits möchte und kann man ja helfen - nur wo ist der Anfang und das Ende? Gibt man einmal etwas her, hat man eine Menge an weiteren Leuten um sich herum. Am Nachmittag fahre ich mit einem alten VW-Bus Sammeltaxi nach San Juan, einem 10 km entfernten Dorf. Es liegt auf 2200 Metern, also noch ein wenig höher als San Cristobal, und die Leute dort sprechen noch ihren eigenen Mayadialekt. Eine sehr interessante Kirche steht an einem Ende des Marktplatzes, nach Bezahlen des Eintrittsgeldes steht man in einem dunklen Raum, der von tausenden von Kerzen und 4 Gruppen von Leuten gefüllt ist. Einmal diejenigen, die die Kerzen am Boden mit Wachs fixieren - dann diejenigen, die beten (dabei Hühner schlachten und Coca Cola trinken, was ihnen heilig ist - offensichtlich treibt die Kohlensäure die bösen Geister aus - kein Witz!), dann diejenigen, die den Boden von den Wachsrückständen säubern - mit Schrubbern und Schabern - und zu guter letzt die Touristen - eine Deutsche Gruppe ist grad reingekommen... Am Heimweg dann treffe ich im Bus einen Norweger kolumbianischer Abstammung - wir unterhalten uns kurz.
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| 12.03.04 Tuxla Gutierrez Ich verlasse die Stadt San Cristobal um etwa 90 km weiter Nördlich, ebenfalls an der Interamericana gelegen, die Hauptstadt der südlichen Mexikanischen Provinz Chiapas zu erreichen. Um 12 Uhr nehme ich eines dieser Colectivos, der Kleinbusse, die genau dann losfahren, wenn alle Plätze im inneren gefüllt sind - also keiner mehr Luft bekommt. Es geht zunächst bergauf - wir blicken auf die Hochebene von San Cr. hinunter, und befinden uns wohl auf 2500 Metern. Dann, zuerst noch unmerklich - dann aber deutlich zu spüren im Ohr - geht es bergab - und zwar eine halbe Stunde lang. Tuxla liegt auf etwa 500 Metern, und so ist eine Differenz von 2000 Höhenmetern zurückzulegen - mit atemberaubenden Blicken auf die Täler. In der Halbmillionenstadt angekommen, merke ich, dass hier erst das richtige Mexiko herrscht. Kaum mehr Touristen, als ich im Hotel Maria Dolores einchecke, erstmal die verwunderten Blicke und Gringo-Rufe von einheimischen. Ich gönne mir ein privates Bad - zahle 100 Pesos für das Zimmer und mache mich auf den Weg in die Stadt. Das Busticket für den Nachtbus morgen nach Oaxaca kaufe ich ein, gehe dann durch die Straßen und Märkte des Stadtviertels und zum zentralen Park, unweit meines Hotels.
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| 13.03.04 Bootsfahrt durch den Canyon Ich stehe gegen 8:15 auf und packe meinen Rucksack - heute Abend geht es weiter in Richtung Norden - eine 10 Stündige Busfahrt. Dennoch gibt es davor noch eine Menge zu sehen. Nach einem (weniger guten) Frühstück in einem gut aussehenden Lokal nahe der Kathedrale von Tuxtla Gutierrez, laufe ich zur Bushaltestelle für die lokalen Transporte und bin etwa 30 Minuten später in Chapa de Corzo, dem Ausgangspunkt für die Besichtigung des Canon del Sumidero. Vom zentralen Platz der Stadt ist es nicht weit (2 Blöcke) bis zum Bootssteg, und glücklicherweise ist ein Boot fast voll, so dass ich nicht lange warten muss bis zum Start des Ausfluges. Etwa 10 Minuten geht es in normaler Landschaft vorwärts, an den Ufern des gestauten Flusses immer wieder dichter Baumbewuchs und Unmengen an Vögeln. Dann, nach der Brücke, wird es steiler - wir erreichen langsam den Canyon. Dieser zieht sich durch das Gebirge, auf dem auch San Cristobal liegt. Ab und zu hält der Bootsführer an, um wichtige Stellen zu zeigen. Nun wird es wirklich sehenswert - die steilen, senkrechten Wände auf beiden Seiten sind nur wenig bewachsen (Büsche) und an der extremsten Stelle 1000 Meter hoch! Es gibt einige Höhlen an der Wasseroberfläche - dann bekommen wir ein Krokodilähnliches Tier zu sehen - wiederum viele Vogeltiere. Nach 35 km erreichen wir den Stausee und machen kehrt. Nach dem 2.5 stündigen Ausflug mache ich Pause in einem Restaurant nahe der Anlegestelle - es gibt kühle Kokosnüsse, die oben "geköpft" werden und dann mit einem Strohhalm auszutrinken sind. Ich lerne Vokabeln, lese und schaue mir später noch die Gegend um den großen Stadtplatz an (Museum von Sr. Corzo). Wieder zurück in Tuxtla (4 Uhr) besichtige ich nochmals den Markt - die Leute sehen Fußball in jedem Stand - es gibt Fernseher - von antik bis modern. Abends ist dann eine Benefizveranstaltung auf dem großen Marktplatz, ich genieße die Musik, lese wiederum und mache mich so langsam auf den Weg zum Busbahnhof...
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14.03.04 Monte Alban und Oaxaca![]() ![]() Die Busfahrt war angenehm - kein Wunder, war auch einer der Luxusbusse hier von "Maya Oro" und demnach war genügend Beinfreiheit, Möglichkeit zum Sitz zurückklappen und ich habe einige Stunden gute geschlafen. Noch bevor ich gegen 8 Uhr in Oaxaca ankomme, sehe ich in der Morgendämmerung aus dem Fenster die andere Landschaft. Es ist wieder eine Gebirgsgegend / die Sierra Madre Occidental - und diesmal Mexiko, wie man es sich vorstellt. Dürre Hänge, vorwiegend braune Farbe und hellgrüne Säulenkakteen. Ich laufe mit Rucksack durch die Stadt, auf der Suche nach einem passenden Hotel. Einige Anfragen später habe ich ein Zimmer für 100 Pesos die Nacht, kann allerdings erst in knapp 2 Stunden einziehen und nehme so ein ausgiebiges Frühstück am zentralen Platz der Stadt. Die hiesige Spezialität: Heiße Schokolade mit Brot! Am frühen Nachmittag fahre ich zur etwa 10 km entfernten Ruinenstadt Monte Alban - sie liegt auf einem abgeflachten Hügel und war Hauptstadt der Zapoteken, einem kriegerischen Volk. Von hier gibt es einerseits schöne Blicke auf Oaxaca, aber auch interessante Pyramiden und Tempel zu betrachten. Ziemlich groß der Unterschied zu Tikal. Hier ist alles wuchtiger, flacher, auf Verteidigung ausgelegt. Auch viele Gänge und Gräber existieren, sie sind aber für Besucher gesperrt. Nach 2 Stunden holt der Bus die kleine Gruppe wieder ab (zuvor noch ein Besuch in einem Museum). An den Märkten vorbei (und hindurch) laufe ich von der Bushaltestelle wieder zurück in mein Zimmer, wo erstmal Pause angesagt ist. Um halb 6 dann beginnt meine eigene kleine Museumstour. In der Nähe eines bedeutenden Dominikaner-Klosters ist ein Museum über die Kulturen des "Valle Central" , sehr schön gemacht. Als ich rauskomme ist es bereits dunkel, ich kaufe mir eine heiße Schokolade und esse gegen 8 Uhr ein frittiertes Hünchen zu Abend. Am Marktplatz spielt eine Musikgruppe - der Ausklang des Abends
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15.03.04 Valle Central![]() Am morgen mache ich mich auf zum großen Markt in der Nähe der Ringstraße um Oaxaca, von wo aus auch die Busse ins Valle Central abfahren. Rund um Oaxaca sind große Gebirgszüge, die von 3 Tälern durchschnitten werden. Mein Ziel heute sind 3 kleine Dörfer oder Orte, die typisch für die Gegend hier sind. Die Bevölkerung ist überwiegend wieder zatopekisch. Nach einem Cafe erreiche ich nach einiger Suche den passenden Bus und komme eine Stunde später in Mitla an, einem ehemaligen Kultzentrum, das seine Blütephase nach dem Untergang von Monte Alban hatte. Es gibt tolle Steinarbeiten in den alten Ruinen zu entdecken - ein wenig wie in Griechenland. Geometrische Figuren zieren die langen Steinmauern. Danach - kurz nach Mittag, also zur größten Hitzezeit fahre ich wieder nach Westen, der Stadt entgegen und mache halt in Teotitlan del Valle - einer kleinen Ortschaft mit Künstlermarkt und schöner Kirche. Von der Hauptstraße sind es allerdings 3 km, die ich zusammen mit 2 Einheimischen in einem Taxi zurücklege. Eine Frau zeigt mir die selbstgewebten Teppiche - ich solle doch unbedingt einen Kaufen. Als ich ihr das Platzproblem in meinem Rucksack klarmache, gibt sie auf. Dann zur dritten Station - El Tule. Eigentlich unbedeutend, würde hier nicht die angeblich größte Biomasse der Welt stehen - ein 2000 Jahre alter Baum mit Stammdurchmesser von 19 Metern. Es ist ein mir unbekannter Baum, eher ein Nadelgewächs - aber beeindruckend groß! Ich sitze einige Minuten auf einer Bank davor - und schnappe mir mein Vokabelheft für eine kleine Pause im Halbschatten. In dieser Gegend hier gibt es den besten Tequila Mexikos. In einem Geschäft werden die Internationalen Marken angeboten - und für den halben Preis auch Selbstgebranntes mit schön selbstbemaltem Glas. Ich greife bei letzterem zu, vielleicht nehme ich in den nächsten Tagen ja mal ein paar Schlücke... Wieder zurück in Oaxaca - es ist 17 Uhr. Ich esse ein Pizzastück am Straßenrand - bin jetzt auch ziemlich müde und mache Station auf meinem Zimmer, bevor ich dann nachher noch mal zur Busstation laufe, um ein Ticket für morgen früh, 5:30 Uhr nach Puerto Escondido zu kaufen.... Ich werde dann wohl 3 Klimazonen durchschreiten auf dem Weg zur Küste - bin schon gespannt!
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| 16.03.04 Puerto Escondido Ich stehe früh auf, um den Bus um 5:30 Uhr zu erreichen. Insgesamt etwa 12 Personen haben darin Platz - es geht gute 7 Stunden lang auf einer relativ schlechten Straße der Küste entgegen - in vielen Kurven! Ich versuche, etwas zu schlafen, dazwischen zu lesen und immer wieder die Ausblicke in die Täler zu genießen. Einer Einheimischen wird schlecht bei der Fahrt - kein Wunder.. das dauernde Auf und ab. In Puerto Escondido angekommen - und ich merke, wie heiß es wieder ist. Und feucht - ein Meerklima, Kontrast zu Oaxaca. In meinem Reiseführer steht eine Unterkunft beschrieben - günstig für die etwas teureren Preise hier. Es ist etwa 1 km zu laufen - unterwegs Blicke auf den Strand, der mich erwartet. Ich erkenne, das es hier ein Surferparadies ist - die Wellen sind unglaublich, und einige Strände fürs Schwimmen total gesperrt (rote Flaggen sind sowieso Standard). Die Unterkunft ist nur etwa 50 Meter vom Strand entfernt, und eher eine Holzhüttensammlung, mit Hängematten davor. Scheinbar sind hier nur Weltreisende Rucksacktouristen... so richtig wohl fühle ich mich im ersten Moment nicht - das Vorhängeschloss an der Tür ist ein Witz und die Fenster sind als Einstieg genauso benutzbar. Mosikonetze an den Betten - immerhin. Als der Chef sieht, wie schwitzend ich aussehe sage er den Preis - 60 Pesos. Von anderen erfahre ich, dass sie 50 zahlen - also bekommt er von mir auch nur 10 weniger. Es kassiert ein anderer, jüngerer, und so ist das schon in Ordnung. Ich gehe an den Strand und werfe mich in die Fluten - schönes, warmes Wasser -sehr salzig. Kokospalmen überall, die Leute schneiden die Nüsse ab und verkaufen sie mit Strohhalm an die Touristen. Die Wellen sind sehr hoch, wenn man sich in die größten Hineinwirft, wirbelt es einen mehrere male herum und man muss unter Wasser ertasten, wo der Boden ist, sich dann abstoßen und kann erst dann wieder Luft holen.. An dem Strand ist die Strömung weniger gefährlich, deswegen sind viele im Wasser. Dann durch die Straßen der Stadt - etwas an den Strand geschaut, eine frittierten Fisch zu Mittag gegessen (sehr gut!) und etwas gelesen. Abends dann nochmals im Wasser - bis zum Sonnenuntergang. Es ist im Moment keine Hochsaison - abends sind die vielen Lokale nur wenig gefüllt - ich gehe zu den 3 Diabolos, esse Buffalo Wings und unterhalte mich mit einem Schweizer, der hier als Barkeeper arbeitet. Zurück in der Hüttensiedlung treffe ich kurz die anderen Bewohner und gehe dann gegen 22 Uhr ins Bett.
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| 17.03.04 Puerto Escondido 2 Gegen 8:30 raus, dann zu dem Restaurant um die Ecke und einen Fruchtcocktail mit Cafe zum Frühstück. Dann wieder das gemacht, was hier am besten ist - an den Strand, in den Wellen schwimmen und sonnen. Ein kurzer Spaziergang an den großen, langen Surferstrand, dann wieder an den Restaurants und Hotels zurück (viele davon sind zu verkaufen). So eine Pause von der anstrengenden Besichtigungstour ist gar nicht schlecht - auch wenn das heiße Wetter hier ebenfalls sehr zehrt. Die Mittagszeit verbringe ich in meiner Hütte - es wollen 2 weitere Leute hier einziehen, aber für meinen Geschmack ist das Zimmer genau richtig für eine Person, für 3 viel zu klein (nachdem auch nur ein gutes, wenn auch großes Bett drin steht). Offensichtlich suchen die beiden dann doch eine andere Bleibe, ich habe also bis morgen früh den nötigen Platz. Dann an eine Strandbar - eine Kokosnuss getrunken und gegessen, etwas fotografiert, ein TShirt gekauft, wiederum ins Wasser. Nach einer Dusche gehe ich in die Stadt und kaufe ein Busticket nach Acapulco, morgen früh um 6 Uhr geht der Bus los..
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| 18.03.04 Fahrt nach Acapulco Um 5 Uhr stehe ich auf und laufe am Strand entlang zur Bushaltestelle von Estrella Blanca, wo ich in meinen zweite-Klasse Bus nach Acapulco um 6 Uhr steige. Die Windschutzscheibe ist zerbrochen, auch sonst macht er keinen allzu guten Eindruck. Beim Einlegen eines Ganges gibt es erstmal ein 5-sekuendiges Knirschen, dass man beinahe jedes Zahnrad einzeln heraushören kann. Aber er fährt, und zwar 9 Stunden lang - an der Küste entlang. Mehrere Ortschaften werden angefahren - es gibt Gelegenheit zum Frühstücken und Frauen bieten immer wieder Obst und andere Snacks an, bei jeder Gelegenheit, in der der Bus steht. Im Bus ist es sehr windig - die Fester schließen entweder nicht richtig, andere sind sowieso offen. Um 15 Uhr etwa komme ich in Acapulco an, weit entfernt allerdings vom Zentrum. Ich laufe die Straße zum Zocalo, dem zentralen Platz - es sind wohl 2 km - mit meinem Gepäck. Wiederum viele VW-Käfer auf den Straßen, fast 20 % aller Autos, denn die Taxis sind ebenfalls deutsches Fabrikat. Manche davon tiefer gelegt, mit Chromfelgen usw. Ich finde schnell ein Hotel, sehr günstig (80 Pesos die Nacht) und sehr geräumig - für 5 Personen gedacht, aber ich darf alleine rein. Es ist scheinbar auch hier keine Hochsaison. Dann zum Zocalo, etwas eingekauft, später am Hafen entlang, um zu Abend zu essen - 3 Tacos mit Huhn. Dazu gibt es Livemusik auf einer kleinen Bühne - ist hier alles sehr auf Tourismus gemacht. Die Stadt selbst ist nicht sehr sauber, die Oberstadt ist typisch für Mexiko, am Meer sieht man schon etwas den Reichtum, der allerdings über die Jahre hinweg etwas verblasst ist. Wieder im Zimmer, gehe ich abends zu den berühmten Klippenspringern, die hier jede Stunde beinahe ihr Programm durchziehen, auch im Dunklen. Die Show um 21:30 sehe ich mir an, der maximale Sprung von 35 Metern - gefährlich und beeindruckend, alles junge Leute, die sich in die Fluten stürzen. Nachdem zwar ein Nachtleben hier herrscht, allerdings nicht in Alt-Acapulco, wo ich zuhause bin, und ich sowieso sehr müde bin, mache ich es mir mit Musik auf meinem Zimmer gemütlich
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19.03.04 Acapulco 2![]() Nach dem Frühstück am Zocalo gebe ich einige Sachen zur Wäscherei und gehe dann zum Fuerte San Diego, der Wehrburg der Stadt. Ein Museum gibt es zu besuchen, der Eintritt ist für Studenten frei. Das gute an den Touristenorten ist, dass die Museen wirklich super sind - teils Multimedial, dann aber auch sehr viele alte Gegenstände ausgestellt. Es geht um die spanische Flotte, die Kolonien, den Handel mit Manila, um Piraten, Kriege, um den Unabhängigkeitskrieg und so wird deutlich, dass Acapulco eine sehr wichtige Vergangenheit hat. Ich fahre dann gegen 13 Uhr mit dem Bus an der Baya Acapulco entlang, dem eigentlichen Hotelgebiet. Sind knapp 20 km, immer wieder hochragende Hotels, amerikanischer Einfluss durch McD. und ähnliches, dann Märkte und gekühlte Shopping Zentren. Beim Centro de Convenciones steige ich aus, esse ein Eis und laufe an den Geschäften vorbei. Dann an den Strand, ins Wasser. Wellen gibt es hier zwar kaum, aber zur Abkühlung ist es optimal. Viele jugendliche aus USA sind hier - spring Break in den dortigen Unis. Somit sind die Hotelstrände ziemlich belegt. Ich trinke ein Bier in einer der vielen Bars, nicht ganz billig (20 Pesos), laufe dann weiter in Richtung Parque Papaguayo - wo die Busstation von Estrella de Oro ist. Für morgen benötige ich ein Ticket, 9 Uhr nach Mexiko City. Zurück im Zimmer, geduscht, Kleidung von der Wäscherei abgeholt, in die Stadt, TShirt eingekauft, Kaffee getrunken, dann ins Internet, und gegen 21 Uhr Abendessen
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| 20.03.04 Mexico City Um 9 Uhr fährt mein Bus ab einer Haltestelle nahe des Parque Papaguayo - ich muss dort erst mit einem Stadtbus hinfahren, denn zum laufen wären die knapp 10 km zu weit.... Also nur noch kurz in einem kleinen Markt ein Frühstück gekauft und dann die 5 Stunden Tour mit der ersten Klasse zurückgelegt. " Filme werden gezeigt, recht gute sogar - wie im Flugzeug. Matrix Revolution und Matchstick Man - leider beide auf Spanisch, so dass ich mich erst gar nicht richtig reinvertiefe. Dann die ersten Häuser von Mexiko und ich bin beeindruckt. Erwartet habe ich ein "Moloch" - schmutzig, Smog, viel Verkehr und heruntergekommene Vorstädte. Aber ganz anders! Sauber, modern. Ich fahre mit einem Trolleybus zum Zentrum, vorbei an dem Olympiastadion von 1968 und komme so nach einer halben Stunde am Park an. Etwa 1 km muss ich laufen, um zu meinem beabsichtigten Hotel zu kommen, nahe des Zocalo. Vorbei an Straßenständen (DVDs, Musik, Uhrenkopien...), teuren Geschäften (Anzüge, Gold, Schmuck) und einigen Fastfoodketten, neben anderen guten Restaurants. Sehr vol ist es in der Stadt - genau heute wird der Frühlingsbeginn gefeiert. Von 8 Uhr bis 6 Uhr früh gibt es an knapp 10 großen Bühnen in der Stadt freies Programm - von Kinos, Tanz bis zu Musik. Daher mit meinem Rucksack durchs Gedränge, für 5 Tage eingecheckt, ausgepackt. Tolles Hotel, mit Internetmöglichkeiten, organisierten Touren , Frühstück mit dabei.... Ich mache es mir zuerst im Zimmer, dann auf einer Hängematte auf der Dachterrasse gemütlich, treffe einige Leute, auch in meinem 5-er Schlafsaal. Dann raus, Einkaufsstraßen abgelaufen, nach Schnäppchen gesucht, Aztekentänze fotografiert, aber auch andere Marktattraktionen. Um 7 Uhr bin ich nach einer kleinen Stärkung wieder im Zimmer, gehe dann abends noch mal aus, um einen Teil des Programms anzusehen. Einerseits alte Aufnahmen der Stadt, dann immer wieder Umzüge durch die Straßen, sehr interessant.. Viel krach, wilde Tänze... Dann auf einer Bühne 3 Gitarristen - die Menge davor ist unbeschreiblich - kein Durchkommen.. viele singen mit... Gegen 12 Uhr bin ich wieder im Zimmer
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21.03.04 Templo Mayor, Estadio Azteca und mehr![]() Um 8 Uhr wache ich auf - noch vor dem Wecker. Eine der Mitbewohnerinnen aus London hat ihren Geldbeutel (allerdings ohne großen Wert) verloren und denkt, jemand anderes hat ihn genommen. Kurze Aufregung im Zimmer, am Abend stellt sich dann heraus, dass sie er in ihrer Tasche war - wie vermutet. Frühstück auf der Dachterrasse - halbwegs gut, vor allem aber sehr guter Kaffee, und alles inklusive. Der Blick auf den Zocalo, einen der größten Plätze der Welt, ist am Morgen am besten wegen des Lichtes. Am Vormittag gehe ich zum Museum des Templo Mayor - dem Hautgebäude der Stadt Tenochtitlan, der Aztekenhauptstadt, auf deren Platz nachher Mexiko City entstand. Ist schon schade, dass von der Stadt, die bis 1521 existierte und da eine der größten der Welt - wenn nicht die größte - war, fast nichts mehr übrig ist. Die Spanier haben die Steine für ihre Kathedrale gebracht... Ich bin im Museum, sehr gut gemacht, tolle Ausstellungen und Modelle, dann ein Rundgang um die alten Grundmauern des Tempels. Anschließend in ein Cafe, nur wenige Meter weiter, und den restlichen Tag geplant. Gegen 11 Uhr gehe ich zum Torre Latinoamerica, dem einst höchsten Gebäude dieses Teils des Kontinents. 37 Stockwerke, und von oben ein toller Eindruck von der Grosse der Stadt. Bis zum Horizont reichen die Häuser, oder besser, bis die 5000er Vulkane beginnen... Viele Fotos gemacht, klar! Dann wieder runter, ins Zimmer, ich muss in Zimmer 11 umziehen, nachdem die Frau bei der Rezeption einen Fehler gemacht hat. Um 13 Uhr fahre ich mit U-Bahn und Zug zum Stadion Azetca, das etwa 120000 Leute fasst. Ein Spiel findet statt - Atlante gegen Atlas, Endstand 4:3, also sehr viele Tore. Das Stadion ist beeindruckend, war 2x Austragungsort eines WM-Finales. Viele Verkäufer durch die Zuschauermassen, aber voll ist es nicht, die oberen Ränge sind alle leer. Wieder auf dem Rückweg, suche ich einige gute Shoppinggelegenheiten für Übermorgen, und bin dann gegen 18 Uhr wieder auf dem Zimmer
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22.03.04 Zu Fuß durch die Stadt![]() Heute wird erstmal etwas länger geschlafen und dann ausführlich gefrühstückt. Mit einigen Zimmergenossen/innen (Deutschland, Australien) hab ich gestern Nacht noch eine Flasche Mezcal geleert - deswegen wird der Tag ruhig angegangen. Amanda sucht ein Reisebüro, um ihren Rückflug zu buchen, und insgesamt verbringen wir so die Zeit bis fast 13 Uhr in der Nähe der Jugendherberge - und warten. Dann zum Künstlermarkt, wir laufen zu Fuß durch einen Park, vorbei an vielen Straßenständen, essen bei einem Chinesen zu Abend und verbringen dann eine Stunde auf Schnäppchensuche - kaufen auch etwas dabei ein.
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| 23.03.04 Stadtrundfahrt und Museen Für heute nehme ich mir eine richtige Stadtbesichtigung vor - ich hab erfahren, dass eine Art Touristenbus (Doppeldecker, oben ohne Dach) für 100 Pesos eine interessante Stadtrunde abfährt und man jederzeit ein- und aussteigen kann. Optimal, auch etwas von anderen Stadtteilen (zentralen) zu sehen und einige Museen zu besuchen - die hatten ja gestern zu. Ich gehe also gegen 10 Uhr in den Bus, höre mir über den Audioguide einige Infos an und steige das erst mal bei der Avenida de la Revolucion aus. Die ersten Teile der Fahrt waren für mich nichts neues mehr - nach gestern, dann aber die große Prachtstraße mit den vielen Kreisverkehren, sie geht im Westen der Altstadt vorbei. Hier gibt es neben den Statuen am Straßenrand auch die modernen Glasbauten - angefangen von Banken bis zu Hotels. Und immer wieder die gut gepflegten Palmen. Die Zona Rosa, der Einkaufsdistrikt und Barbereich wird besucht, tagsüber ist hier nicht sehr viel los... Ich fahre weiter, bis zum Bosque de Chapultepec, einem Waldgebiet in der Stadt, das als Vergnügungspark und Erholungsgebiet, aber auch als Museenstandort genutzt wird. Als erstes ins Antropologiemuseum - eines der besten der Welt. Die Kulturen ganz Mexikos werden gezeigt, manche sagen, es dauert 2 Tage, bis man durch ist - aber 2 - 3 Stunden reichen auch. Danach weiter, knapp eine Stunde durch die Straßen, bis ich wieder beim Castillo aussteige. Dort gibt es ein Geschichtsmuseum, dann das Schloss des Habsburgers, der kurzzeitig mal Mexikanischer Kaiser war. Auch hier sind wieder Gegenstände aus der Mexikanischen Geschichte ausgestellt - tolle Sachen - alte Kleidung, dann Fahnen aus der Zeit Santa Anas usw. Nach vielen weitern Fotos möchte ich wieder in den Bus, diesmal hab ich aber 30 Minuten zu warten - ein Gespräch mit einem verlorenen der Gesellschaft - Amerikaner seiner Art - verkürzt die Zeit. 50 Euro-Cent bekommt er als Souvenir, ob er es wohl eintauscht? Wieder zurück im Zimmer - es ist schon nach 8 Uhr. Dann treffe ich die Gruppe Deutsche, mit denen ich auch beim Frühstück zusammen war, teils auch aus meinem Zimmer. Wir fahren mit der UBahn nochmals weg - auf Suche nach der ultimativen Bar. Kein Erfolg. Dennoch einiges an Bier, und zu sechst im Taxi zurück, um den Abend auf der Dachterrasse zu beenden - um 2 Uhr
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24.03.04 Teotihuacan![]() Um 10 Uhr - nach dem Frühstück, verabschiede ich mich erst von Hermann und Amanda, die beide heute Abend nach Hause fliegen. Dann auf zu den bedeutendsten Ruinen Mexikos - Teotihuacan. Die Stadt war bis etwa 700 n.Chr. die bedeutendste Hauptstadt im heutigen Mexiko, und auch nach ihrem Untergang noch ein Kultort. Obwohl sie viel älter als z.B. Mexico City ist, sind hier die Tempel noch gut erhalten - oder wieder gut restauriert. Erst jedoch durch die Straßenmärkte - gibt ja unzählige davon. Um 13 Uhr komme ich nach UBahn und Bus an den Ruinen an.. Zuerst auf die Pyramide der Sonne, der 3. größten Weltweit - 70 Meter hoch und ohne Hilfsmittel erbaut. Ein toller Ausblick auf die Stadt, oder deren Reste. 70000 Leute haben hier mal gewohnt. Die Straße der Toten ist die zentrale Straße und sie teilt die Stadt symmetrisch auf. An ihren Rändern viele Tempel, dann an einem Ende der Tempel des Mondes, ein wenig kleiner, aber schöner. So heiß ist es heute nicht, und so sind die knapp 3 Stunden auf dem Gelände einigermaßen angenehm, auch wenn es oft heißt, Stufen rauf und runter. Ein Museum erklärt die Geschichte, viele Leute verkaufen Souvenirs - etwas überteuert. Auf der Rückfahrt - ich komme wieder am Terminal Norte vorbei - kaufe ich ein Ticket für Guadalajara - Nachtbus von Freitag auf Samstag. Dann mit dem Trolleybus in Richtung Zocalo, die Eje Central entlang. Als ich aussteige, etwas südlich vom Torre Latinoamerica, laufe ich während der Abenddämmerung nochmals die unterschiedlichen Stände ab, ebenso die Geschäfte und mache einen Plan, wo es sich lohnt, in den verbleibenden 2 Tagen einzukaufen. Zu Fuß dann zurück ins Hostal Moneda und bald ins Bett, nicht ohne noch eine knappe Stunde auf dem FM/Scan Radio Musik zu hören. Hier gibt es mehr Abwechslung bei den Sendern, ebenfalls europäische Musik und Rock
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| 25.03.04 Shopping- und Markttag Heute nach dem Frühstück mache ich mit der UBahn auf in Richtung norden der Altstadt, hier habe ich einige interessante Märkte entdeckt. Die UBahn ist übrigens sehr sauber, es wird Kunst in den Stationen ausgestellt und jede Station ist neben ihrem Namen noch mit einem kleinen Bild gekennzeichnet, in Mexico gibt es sehr viele Analphabeten... Erstmal frage ich mich durch, komme dann am Schuhmarkt an, wo ich von allen Seiten gleich beworben werde. Viele Verhandlungen sind nötig, um gute Preise zu bekommen, teils nur 50% des ersten Angebotes. Danach sehe ich mir die T-Shirts an, komme mit einigen Verkaufern ins Gespräch. Als ich sage, dass ich nicht aus den USA komme und mit den Leuten nur wenig am Hut habe, sind plötzlich alle viel freundlicher. Nach vielen Stunden mache ich erstmal wieder am Hostal Pause - nachdem auch meine gerade abgegebenen Fotoarbeiten (Kopie Chip - CDROM) noch dauern lege ich mich eine halbe Stunde auf die Hängematte, und treffe dabei 3 Deutsche, u.a. auch aus Weissenbg/Gnzhsn. Dann wieder los, kurz die Kathedrale angesehen, Sachen abgeholt, weitergemacht an der Eje Central und erst im dunklen, nach einem kurzen Abendessen wieder nach Hause, Bilder bearbeitet und ins Netz gestellt und Musik gehört
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| 26.03.04 Letzter Tag in der Hauptstadt Um 9 Uhr stehe ich auf, frühstücke erstmal ausführlich - immerhin das letzte Mal hier im Hostal. Unterdessen tausche ich Reiseerfahrung aus mit einem aus Flensburg, der Süd und Mittelamerika hinter sich hat. Dann, gegen 11:30 Uhr, nach dem packen und auschecken, fahre ich in die Eje Central, um nochmals letzte Sachen einzukaufen. Einige weiter Fotos, dann zurück zum Hostal, Gepäckstücke einschließen bis zum Abend und kurz auf die Hängematten. Dann, nach dem Besuch der Kathedrale, nach Süden - per Metro. Ich möchte mir eigentlich das Museum von Leo Trotzki ansehen, der hier im Exil lebte. Es ist jedoch sehr weit entfernt von der Station, aus der ich aussteige - ich frage mich durch und merke, dass wohl meine Zeit nicht mehr reichen wird. Als Ersatz dann durch die Straßen des Stadtbezirkes gelaufen, gegessen, und eine Stunde per Bus zurück zum Zocalo. Der Bus ist typisch für die Verkehrsmittel hier. Geblinkt wird mit ausgestreckte Hand aus dem Fenster, gehupt, indem der Fahrer 2 Drähte kurzschließt, und das macht er sehr oft. Abends dann mache ich mich auf zum Terminal del Norte, der größten Busstation der Stadt. Um 21:10 Uhr fährt mein Bus nach Guadalajara, um 6 Uhr soll er ankommen. Eine Nacht im Hotel gespart, aber so sehr gemütlich wird es auf den Sitzen wohl nicht werden..
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| 27.03.04 Guadalajara und alte Bekannte Wie geplant erreicht der Bus um 6 Uhr die zweitgrößte Stadt des Landes, Guadalajara. Es dämmert langsam, ich fahre eine halbe Stunde mit dem Stadtbus ins Zentrum und suche eine Unterkunft. Nachdem das 50-Peso Hotel belegt ist, mache ich für 160 Peso die Nacht - ebenfalls ins Zentrumsnähe - halt. Ein Zimmer mit Bad und TV. Kurze Besichtigung des Bereiches um die Kathedrale, der Hauptsehenswürdigkeit der Stadt. Ich nehme ein gutes Frühstück an einem zentralen Platz - sehr lecker, aber nicht mehr so billig, wie gewohnt. Cafe gibt es zum Glück ohne Grenzen, was nach den nur 3 oder 4 Stunden Schlaf heute Nacht auch nötig ist. Ich laufe durch die Straßen, mache Bilder, besichtige das Museum über die Geschichte dieses mexikanischen Staates. Dann, gegen Mittag stilechte Siesta - ich ruhe mich 2 Stunden lang auf meinem Zimmer aus, indem es inzwischen sehr heiß geworden ist - und mache mich gegen 3 Uhr wieder auf den Weg - diesmal Richtung Osten, wo sich eine der schönsten Fußgängerzonen des Landes erstreckt. Stufenförmig angelegt - immer wieder Cowboystiefel zum Verkauf angeboten, und die Sachen hier sind etwas billiger als in der Hauptstadt. Am anderen Ende dann ein Palast. Ich zahle den Eintritt und sehe mir die bedeutenden Wandmalereien und andere Bilder und Kunstgegenstände an, aber auch die vielen Hochzeitspaar, die hier in den Gärten sich fotografieren lassen. Musik aus einem Saal, spanische Folklore. Dann noch einen einstündigen Abstecher in das 3stoeckige Marktgebäude - von Hosen, DVD-Playern über Uhren bis hin zu Kleidern wieder mal alles dabei, nur größer als sonst. Am Rückweg, plötzlich ein Ruf - ich treffe eine Deutsche, die ich schon in Acapulco kurz gesehen habe. Nach einem Kaffee und einem Spaziergang durch das Zentrum der Stadt trifft sich Birte mit einer Studienkollegin, die auch auf Mexikoexkursion mitgefahren ist, und wir verbringen einige Zeit auf einem Platz. Anschließend Abendessen zu fünft in einem schönen mexikanischen Restaurant, danach in eine Bar und diverse lokale Getränke auf Herz und Nieren getestet
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| 28.03.04 Tanzvorführung und Stierkampf Treffpunkt 8:50 vor der Kathedrale. Von dort fahren Birte, Daniela und ich zu einer Folkloreveranstaltung, die einen Einblick in die Bräuche der verschiedenen Volksgruppen on Mexiko geben soll. 150 Pesos für einen guten Platz, dann knapp 2 Stunden lang beeindruckende Tanzshow. Teils mit Step-einlagen, Marimbas und Marachi. Danach wieder zurück ins Zentrum, in einem Park das Leben der Stadt genossen - bei Eis, Obst und Gebaeck. Als die beiden zu ihrem Bus nach Mexiko Stadt müssen, mache ich kurz Stopp im Zimmer und fahre dann per Bus zur Stierkampfarena, gleich neben dem Fußballstadion. 16:30 Uhr geht die Veranstaltung los, ich kaufe eine Karte für die oberen Ränge - 80 Pesos und gute Übersicht. Ist bei weitem nicht voll - die Arena. Die Leute sind richtig mit dabei, rufen und fiebern mit, lachen bei jedem Fehler der Toreros. 5 Stiere werden getötet, immer auf die gleiche Art. Dann wird es mir die etwas makabere Show zu dumm. Ich fahre zurück ins Zimmer und mache nach einem kurzen Stadtbummel Schluss für heute
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| 29.03.04 Tequila und sehr viel Bus Heute ist der letzte von 3 Tagen in Guadalajara - und mein Reisebuch verrät mir einen guten Tipp für einen Ausflug in die nähere Umgebung: Tequila, die kleine Stadt, in der es 33 Brennereien des Agavensaftes gibt. Zuerst allerdings packe ich mein Gepäck und stelle es in einem kleinen Raum des Hotels Los Americas ab, bis heute Abend. Dann per Stadtbus zum alten Busterminal der Stadt. Hab ich so noch nie gesehen - es kostet 50 Centavos, um überhaupt das Gelände betreten zu dürfen. Ich suche einen Schalter für einen Zweitklassebus nach Tequila, die günstige Möglichkeit, dorthin zu kommen (für 60 Euro fährt auch ein Tourizug, aber 2 Euro klingen besser). Knapp 1 Std 45 Min später bin ich dort. Schönes Wetter, schönes, kleines Zentrum. Man sieht umliegende Vulkane und während der Fahrt viele Agavenplantagen. Kurz an der Kirche vorbei, über den Marktplatz. Viele Souvenirshops hier, viele Einheimische bevölkern die Bänke und genießen den Duft der Stadt. Dann werde ich von einer angesprochen, ob ich nicht eine Führung mitmachen möchte. Klar, wenn sie nur knapp Eineinhalbstunden dauert, klappt es zeitlich auch. Eine kleine Gruppe fährt in die nahe gelegene Brennerei - erst 12 Jahre alt. Zweisprachig wird einiges über die Bräuche erzählt, über Legenden und dann kommt die Führung. Ein kurzer Blick über die Plantagen, dann die Frucht der blauen Agave inspiziert und eine kurze Kostprobe von einem 66% Extrakt. Im Shop kauft, glaube ich, keiner etwas. Wieder zurück im Zentrum, kaufe ich 2 CDs (Marachi) und 2 kleine Bücher auf einem Stand. Dann wieder zurück - ebenfalls knapp 2 Stunden. Kaum in Guadalajara, beginnt der Nieselregen. Ich schnappe mein Gepäck und warte auf den Bus zum (diesmal) neuen Terminal der Stadt, von wo aus ich nach Los Mochis, 1000 km weiter nördlich, fahren möchte. Die Stadtbusse sind voll, ich nehme ein Taxi - die einzig angenehme Möglichkeit mit 30 Kg unhandlichem (inzwischen) Gepäck. Für die kleinen Mehrkosten springt ein Gespräch mit dem Fahrer heraus - ich frage ihn über Spanien und die anderen Südamerikanischen Länder. Er mich über Deutschland und die Reise. Wieder ein Beweis, das die Spanischkenntnis langsam einsatzfähig wird. Nach einigem suchen nach dem günstigsten Bus (zeitlich), dann um 18:30h los. Gehobenen Klasse, mit Liegemöglichkeit. Eine Frau sitzt in der gleichen Reihe, sie kennt Deutschland ein wenig, und so werden einige Sätze ausgetauscht. Dann ein Film auf den TVs, diesmal in Englisch. Um 22:30 schlafe ich dann kurz ein, immer wieder unterbrochen von Kontrollen usw.
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| 30.03.04 Los Mochis und der Pazifik In Los Mochis angekommen - erstmal das alte Spiel. Gegen kurz nach 7 Uhr (andere Zeitzone) sprechen mich Leute an, wo ich hinmöchte. Taxi? Privatfahrt? Danke, ich laufe, nachdem das Zentrum sehr klein ist, und deswegen alles bequem zu Fuß zu erreichen ist. Ein Hotel - das wäre es. Ich laufe einige ab, finde dann eine gute Unterkunft. Eigentlich wollte ich mit dem Zug heute los, Richtung Chihuahua, aber der ist vor einer Stunde weg... Somit wird es erst morgen was mit einem der schönsten Canyons der Welt - größer als der Grand Canyon und eben von einer Bahnstrecke durchzogen. Nach einer Dusche gehe ich zum Frühstücken, Marke local food. Also Rührei, Kaffee, süßes Brot und scharfe Salsa. Das Stadtbild ist fast schon amerikanisch, große Straßen, niedrige Häuser. Dann schon diese amerikanischen Pickups, Bridgestone und Firestone-Werbung an die Hauswände gemalt und auch große LKWs auf den Straßen und Parkplätzen. Eben schon Cowboy-Land, nicht mehr das südliche Mexiko. Dann Brot einkaufen, kurz in den Park, die Kirche im Zentrum angesehen und mit dem Stadtbus zum Bahnhof, um für morgen früh, 7 Uhr ein Ticket 2. Klasse zu kaufen, bis Creel. Wieder ins Zentrum, langsam beginnt das Leben und damit die Straßenstände. Ins Museum über regionale Kultur, ins Einkaufszentrum - viele amerikanische Klamotten -leider vieles für kurze Mexikanerbeine gemacht. Für den Nachmittag nehme ich mir einen Ausflug vor - an den nahe gelegenen Pazifikhafen To......?, der Bus fährt knappe 40 Minuten. Dort ein anderes Bild, ähnlich wie in den zentrumsfernen Gegenden von Los Mochis - viel Staub, viele improvisierte Häuser mit Wellblech, viele bunte Kleiderschnüre zwischen den Häusern gespannt, viele Hängematten, auf denen die Leute herumsitzen vor ihren Häusern. Ein nahe gelegener Schlot stößt dunklen Rauch aus - die meisten Autos fahren nicht mehr in komplettem Zustand - Windschutzscheiben fehlen, manchmal ein Reifen (die fahren dann gar nicht mehr). Ich laufe den km zum Terminal der Fähre nach Baja California. Dann wieder zurück, einige Zeit neben der Bushaltestelle verbracht. Ein Mexikaner, der in LA lebt, spricht mich an - schimpft über schlechte Leute und Verhältnisse. Ich nehme einen der nächsten Busse und - wieder in Los Mochis - lerne Vokabeln, esse Mangos und Bananen, höre Musik, gehe ins Internet und ruhe mich für morgen aus.
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31.03.04 Zugfahrt![]() Nach dem Auschecken aus dem Hotel Hidalgo fahre ich per Bus zum Bahnhof in Los Mochis, nicht per Taxi, wie mir viele Rufe auf der Straße aufdrängen wollen. Um 6 h bin ich dort, um 7 h beginnt die Reise in die Sierra, so lange wird noch gefrühstückt. Auch die anderen Fahrgäste (1/3 Touristen) treffen langsam ein. Die Abfahrt dann langsam - etwa 20 km/h saust der Zug durch die Steppengegend, alles noch flach, Kakteen... Der Zug ist schon nach kurzer Zeit lange hinter dem Zeitplan zurück. Im laufe des Tages machen wir alle Klimazonen durch. Gegen Mittag sind die ersten Berge erreicht, die ersten Höhenmeter (von insgesamt 2500) sind zurückgelegt. Ich gehe oft in den Bereich zwischen 2 Wagons - von dort aus kann man durch offene Fenster nach außen sehen. Viele Fotos, vor allem dann in den Gebirgen. Man kommt mit Leuten ins Gespräch, sowohl einigen Einheimischen, als auch Touristen. Ich zeige meinem Sitznachbarn unsere Euro-Geldstücke, sind alle beeindruckt... Auch von den Erzählungen über Flugzeiten und -preise. Dann treffe ich einen Franzosen. Nachdem er kein Englisch spricht, kann ich mein Spanisch weiter üben. Dann der Stopp in Diversidado, das erste Treffen mit den lokalen Tamarahura Indianern, die ihre Strohkörbe verkaufen - und der Blick in den Canyon, der hier ungefähr 1500 Meter tief ist. Viermal größer und gewaltiger als der Grand Canyon. Ein kleiner Snack zur Stärkung, dann weiter und gegen 19 Uhr Ankunft in Creel, meinem Ziel für heute. Kinder fangen uns am Bahnhof ab und werben uns für ein Hotel an. Schlafsaal für 70 Pesos, guter Preis! Und das inkl. Essen, so gibt es erstmal eine Stärkung, bevor ich mit dem Frz. - meinem Zimmerkollegen - durch die Straßen des Bergstädtchens Creel laufe, Souvenirshops durchmache und 1 Bier in einer gemütlichen Bar trinke.
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01.04.04 Indianer und deutsche Aussiedler![]() Gegen 8:30 Uhr Frühstück, dann mit dem Frz. in den nahe gelegenen Naturpark, zu Fuß. Es geht bergauf, bis zu einer Hochebene, die von einigen Tälern durchzogen ist. Indianer wohnen hier in Felshöhlen, haben dort ihre Holzhäuser hingebaut und verkaufen kleine Souvenirs. 2h später dann wieder in der Stadt, in den Kunsthandwerkläden und in einem Museum. Ich erfahre von den Mennoniten, Deutschen Auswanderern, die sich in der Nähe von Chihuahua niedergelassen haben. Sie sprechen ihren eigenen Dialekt, wäre interessant, sie mal zu treffen. Daher fahre ich früh los, gegen 12 Uhr, mit Ziel Cuhautemoc, dem Zentrum ihrer Ansiedlung. Der Busfahrer hält Sekundenschlaf, ich bekomme schon etwas Angst, bereit, ihn wieder aus seinem Schlaf zu holen, wenn es zu spät ist. Dennoch geht alles Gut, die 170 km sind zurückgelegt und ich schaue mir 3 Stunden die Stadt an. Ab und zu hellhaarige Leute auf den Straßen. Dann dt. Schriftzüge auf den Läden, zumindest einige. Leider höre ich keinen sprechen, kaufe aber in einer Apotheke 2 deutschsprachige Zeitungen mit naivem Inhalt - Mennoniten Bote... Dann weiter nach Chihuahua, wo ich ein Ticket nach Nogales kaufe (leider nicht mit Visacard möglich) und den Nachtbus nach Nogales, der Grenze, besteige.
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| Wieder in den USA | |
| 02.04.04 Unmengen an Buskilometern, USA Gegen 9 Uhr kommt der Bus in Nogales an, ich kaufe ein Ticket nach Tucson für 12:30 h bei Crucero. Großer Bus, leider 3 Stunden warten. So nehme ich ein Frühstück bei McD - die USA sind ja schon sehr nah. Heute der erste Regentag, als ich eine Stunde später wieder zum Busbahnhof laufe haben sich schon große Seen auf der Straße gebildet. Dann, als der Bus kommen sollte - Fehlanzeige! Bei Nachfrage erklärt mir die Frau, dass der Bus voll war und gar nicht erst Nogales angefahren hat. Ich werde langsam etwas wütend, rufe der Frau dann noch einige unschöne Worte in Englisch zu und fahre dann per Lokalbus zur Grenze, nur wenige km entfernt. Zu Fuß über die Grenze - überhaupt kein Problem. Ich erzähle, dass mein Flug nach Hause bald stattfindet - dann werde ich freudig durchgewunden. Überall private Shuttlebusse - 20 USD nach Phoenix. Erst noch Skeptisch, bald aber sicher, dass diese Möglichkeit billiger ist, als die großen Busse von Omnibus Americanos beispielsweise, zahle ich für eine Fahrt. Der Bus ist aber total überfüllt. Ich finde keinen Platz mehr, muss auf den nächsten Bus warten. Der Mann sagt, 15 Minuten später geht es los, gegen 2 Uhr. Ich bin skeptisch, frage x-mal nach, gehe dann noch schnell durch die Straßen von Nogales, wo die billigen Grenzshops sind - Kleidung und Zigaretten für kleine Preise. Um 2 Uhr dann - wieder zurück - die Erkenntnis, dass der Bus wohl doch erst in einer halben Stunde fahren wird. Schon wieder so ein Transportproblem, ich werde ungeduldig und rede die Verantwortlichen etwas genervt an, mache mich über die lokalen Zeitverständnisse lustig. Dem Chef gefällt das, er versucht, mich mit Gesprächen hinzuhalten. So wird über Dtl., Mexiko und die USA geredet, bald dann geht es doch los. Knapp 3,5 Stunden später, es wird dunkel, dann in Phoenix. Im Bus ist noch Spanisch die offizielle Sprache, als ich vorm teueren Hotel rausgelassen werde, dann natürlich englisch. Ich frage mich durch zu einem billigen Hotel, YMCA ist leider voll. So lande ich in der JUHE, etwas außerhalb des Zentrums. 15 Dollar. Saubere Stadt! Besser gesagt, großes Dorf, denn selbst im Zentrum ist sehr viel unbebautes Land. Sehr groß wird gebaut, sehr ausladend. Das Land ist hier im Überfluss vorhanden. Heute, zufällig, wie jeden ersten Freitag im Monat, ist Kulturabend. Viele Galerien stellen aus, kostenlos. So ziehe ich mit Bekannten aus der Juhe los, einem Dänen und einem Ami. Bis 23 Uhr, dann wieder zurück zu den verrückten Herbergseltern und am ins Bett.
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| 03.04.04 Phoenix Nach dem nötigen Duschen am Morgen ziehe ich in den anderen Schlafsaal, spreche mit einer Frau aus Costa Rica, die auch hier Urlaub macht. Dann zu Fuß in die Bibliothek, in der kostenloses Internet möglich ist. Ich treffe Tim dort, er fährt mit mir zum Starbucks-Cafe und so nehmen wir erstmal ein spätes Frühstück. Dann wieder ins Zimmer, Wäsche waschen. Eine Stunde später wieder durch die Stadt. Ich kaufe ein Ticket für heute Abend, Passion Christi im Arizonacenter. Dann im Historischen Zentrum, ins Museum, wo eine Frau aus Tschechien kassiert, die in Erlangen studiert hat. Die Stadt ist erst 150 Jahre alt, Cowboy- und Siedlergeschichten werden erzählt. Apachenkämpfe ebenso... Später dann in die Desert Sky Mall, in der 75. Straße. Knappe 45 Minuten zu fahren per Bus, lange! Ich rede mit einem älteren Amerikaner über die Stadt, über Europa und andere interessante Dinge. Das Einkaufszentrum dann weniger Interessant, wieder zurück, ausgeruht und auf ins Kino - um 7 Uhr. Zu Fuß zurück und ab ins Bett.
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04.04.04 Phoenix 2 und Flug![]() Sehr kalte Nacht! Als ich aufwache, höre ich Französischen Akzent. Mein Bekannter aus Creel ist wieder hier, ins gleiche Zimmer gekommen. Trotzdem reden wir nicht mehr miteinander. Als ich wach bin, ist er wieder eingeschlafen. Ich packe meine Sachen für den Flug heute. Es geht wieder in die Lüfte. Dann ins Zentrum und per Bus ins Metrocenter, einer anderen Shoppingmall. Lange Wartezeiten, da Sonntag ist. Etwa 4 Stunden bleiben mir zum Einkaufen, trotzdem finde ich nichts Tolles. Gegen 5 Uhr nochmals in die Bücherei, Internet. Dann das abgestellte Gepäck in der Herberge abgeholt, von allen verabschiedet und auf zum Flughafen. 7 Uhr bin ich dort, der Schalter ist geschlossen, so dass erst um 8 Uhr mein Gepäck aufgegeben ist. Dann warten auf den Flug, bis 23:55 Uhr. Tote Stadt, toter Flughafen. Nichts los, mal sehen, ob es in Pittsburg besser wird!
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05.04.04 Pittsburgh, Baseball und der Ohio![]() ![]() Im Flugzeug hab ich nicht geschlafen, zu kurz der Flug. Ich bin um 7 Uhr in Pittsburgh mit vollständigem Gepäck. Eisige Kälte kommt mir entgegen - die Stadt ist weit nördlich, unweit der großen Seen. Ich fahre mit einem Airport-Flyer 28x in die Stadt, entlang des Ohio-River, gute 40 Minuten. Dann die tollen Blicke. Eine richtige Stadt, große Gebäude, dazu die Atmosphäre der alten Industrie und Kohlestadt. Backsteinbauten, Stahlbrücken... Im Zentrum steige ich aus, hab eine Adresse der Juhe und fahre dorthin, per Ubahn. Dort dann die Ernüchterung! Seit einem halben Jahr geschlossen, finanzielle Probleme. Mit allem Gepäck und kurz vorm Erfrieren wieder zurück. Der Bus durchfährt die Außenbezirke, schöne Wohngegenden! Nicht mehr das Schachbrettmuster. Dann ins YWCA, ins YMCA, beide jedoch nur Tagesstätten, keine Wohnheime. Ich frage mich durch, habe dann doch noch Glück, komme im Norden der Altstadt unter, in einem andern YMCA Hotel. 32 Dollar, erstmal aufgewärmt, ist nötig. Später dann in die Stadt, kurzzeitig von Mormonen missioniert worden, oder besser über deren seltsame Theorien aufgeklärt. Fotos gemacht, tolle Glasfassaden, aber genauso die alten Marktgebäude. Leider werde ich von Polizisten ermahnt: Keine Bilder! 11. September! Dann ein Kaffee, Shopping, zum Zusammenfluss des Ohio gelaufen, die vielen Brücken bestaunt, die Baseballstadien. Dann merke ich, dass heute das erste Spiel der Saison stattfindet - gegen Philadelphia. Volles Haus, ich kaufe für 10 Dollar eine Karte am Schwarzmarkt, mache dann tolle Fotos im Stadion. Leider kalter Wind, ich gehe 2 Stunden später wieder raus, zurück ins Zimmer, abends dann nochmals los, Nachtaufnahmen und Essen kaufen, kurz den deutschen Marktplatz bestaunt und dann ins Bett, letzte Nacht in der Ferne
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| 06.04.04 Pittsburgh 2, Shopping Heute ist der letzte Tag der Reise. Ich unterhalte mich mit den YMCA-Angestellten. Er gibt mir Tipps fürs letzte Einkaufen. Dann ein Anruf nach Hause, wann ich ankomme. Gegen 11 Uhr dann zum Flughafen, obwohl der Flug erst um 17 Uhr losgeht. Ich versuche, noch den günstigen Eurokurs auszunutzen, checke nochmals vom Flughafengebäude aus und fahre zum Shoppingzentrum at Robinsons, wo es CompUSA gibt und andere Läden. Trotzdem nicht sehr günstig, ich kaufe eine Jeans, bin dann gerade rechtzeitig zum Flug am Flughafen und genieße 2 Filme, allerdings keinen Schlaf, mache Bilder aus dem Fenster und lande um 7 Uhr früh Ortszeit in Frankfurt/Main. Deutschland hat mich wieder, nach guten 70 Tagen und unzähligen Erlebnissen
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