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Ukraine 2003
3 Wochen AEGEE im Osten Europas | |
| 15.8.2004 Anfahrt 1 Am Tag meiner Abfahrt bringt mich Papa nach Nürnberg, ans Adcom-Center am Platz des alten Busbahnhofes. Ich habe noch eine gute Stunde Zeit, bis der Bus abfährt, und so gehen wir nochmals in den Bhf, um Bücher und Zeitschriften durchzugehen und auch Lektüre für die lange Fahrt zu kaufen. Der Bus trifft um 12:30 Uhr ein, Kati gibt sich mir zu erkennen und hat mir einen Platz neben sich reserviert. Danach eine lange Busfahrt - der Plan wird nicht ganz eingehalten (z.B. wird Hof links liegen gelassen), an der Grenze nach Polen warten wir etwa 1,5 Stunden. Es sind fast nur Ukrainer im Bus, die in Ludwigsdorf untersucht werden. Kurz darauf ist die Amtssprache im Bus auf Russisch oder Polnisch gewechselt, es wird langsam dunkel. Zufällig treffen wir einen Bekannten von Kati im gleichen Bus. Um 20:30 haben wir Gelegenheit zum Abendessen an einem Rasthof. 6 Filme werden auf den kleinen Bildschirmen während der Fahrt gezeigt - ich verstehe fast nichts, schlafe lieber und verbringe so doch einige Stunden in ungemütlicher Schlafposition. | |
| 16.8.2004 Ankunft in Kiew Etwa von 6 bis 8 Uhr verbringen wir an der Ukrainischen Grenze - anfangs wollte einige Mitfahrer Schmiergelder einsammeln, um schneller durchzukommen, was letzlich aber doch nicht nötig war. Einige Kontrollen später (Gepäck!) geht es weiter, wierum einige Filme, einige Nickerchen. Wir halten kurz nochmals in 2 Städten, die ersten Filmminuten werden gemacht und dann, am abend, treffen wir endlich in Kiew ein, der Hauptstadt des Landes. Volodymir erwartet uns bereits an der Haltestelle, wir fahren per Taxi und Metro erstmal in die Innenstadt, sehen mit voller Gepäckausrüstung den "Panzerhügel" an und andere Sehenswürdigkeiten und sind gegen 20 Uhr im Zimmer unseres Wohnheimes (chinesisches Wohnheim genannt) am Innenstadtrand. Abseits der großen Strassen ist der Anblick schon weniger schön - die Innenhöfe sind verdreckt, Hunde bellen, baufällige Häuser... Kurz darauf geht es nochmals an den Bhf, um Telefonkarten zu kaufen - aber auch einen Stadtplan. Um 24 Uhr dann auf dem Zimmer und im wohlverdienten Bett.
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| 17.8.2004 Kiew auf eingene Faust, Ankunft der Gruppen Gegen 9:50 Uhr wachen wir auf, das Zimmer wird durch die einstrahlende Sonne doch recht warm. Gemeinsam mit Volodymir bereiten wir das Frühstück zu (Nudeln, Melone, Brot), was leider recht lange dauert. Er versucht, uns rundum zu versorgen, obwohl das gar nicht nötig wäre. So komme ich mit Kati erst gegen 12 oder 13 Uhr in die Stadt. Zuvor treffen wir noch den einzigen Holländer, Jochem, einen Teilnehmer an der TSU, der auch schon recht früh angekommen ist. Mit der Metro ins Zentrum, Goldenes Tor angesehen, 2 Kirchen und die Prachtstrasse dazwischen, Kaffee getrunken, nachdem er beim Frühstück fehlte (dennoch sehr bescheidener Geschmack). Zu Fuss an der Seilbahn und dem Künstlerviertel vorbei (mit Markt), bergab zum Dnjepr-Ufer, ein Eis beim MCD gekauft und zur grossen Einkaufsstrasse geschlendert. Ein Konzert wurde vorbereitet, die Strassen sind gesperrt und so ist lebhaftes Treiben auf den Strassen. Ein Brunnen diente uns als Abkühlmöglichkeit, andere sind darin Fahrrad gefahren. Abendessen bei einem Inder, von der Empore konnte man schön die Strasse überblicken mit den vielen Lädchen... Abends, gegen 19:30 wieder im Zimmer, langsam kommen die anderen Teilnehmer - möglichkeit, diese kennenzulernen. Um 22:30 in ein Cafe, Bier und Snacks bekommen. 12 Uhr ins Bett, der Schlaf wird ab und an unterbrochen - weitere Teilnehmer und Volodymir.
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| 18.8.2004 Offizieller Start Heute also beginnt die TSU Ukraine 2004 nun offiziell - mit Verspätung. 10 Uhr ist Treffpunkt zum Frühstück im Cafe, langsam wird die Gruppe komplett. Wieder im Hostel warten wir auf die Stadttour. Volodymir ist offensichtlich alleine mit der Organisation beschäftigt und so bleibt uns nichts anderes übrig als zu warten, bis er wieder zurückkommt von diversen Terminen - er muss immer noch weitere Teilnehmer (Türke) abholen, u.a vom Flughafen, und auch noch das Abendessen zubereiten. Eine andere Gruppe Deutsche, die auch im Wohnheim untergebracht sind, kommt mit uns ins Gespräch. 2 Franken sind mit dabei - eine davon aus Eckenhaid/Lindenstrasse!! , wo sie 4 Jahre lang gewohnt hat. Um 17:20 geht unser Zug nach Charkiv, wir teilen uns in 2 Gruppen. Interessante Abteile - Filmmöglichkeiten. Um 23 Uhr benutzen wir das Liegewagenabteil für den eigentlichen Zweck - um 4 Uhr gehts ja schon wieder raus!
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| 19.8.2004 Sektprobe Von 4 bis 8 Uhr warten wir am Bhf Charkiv - die Sonne geht langsam auf und wir geniessen die Zeit mit Cafe vom McD. Dann per Zug und Bus weiter in eine kleine Stadt mit einem sehenswerten Kloster. Die Führung wurde von Volodymir simultan übersetzt. Schöne Gegend mit Fluß, Statue und Kirchtürmen, leider geht es schon recht bald weiter zu einer ebenfalls sehr schönen Veranstaltung - den Sektkellern und der dazugehörigen Probe. Knapp eine Stunde per BlueBird Bus unterwegs - der Fahrer legt ein Tempo vor! Der Führer ist sehr arrogant, aber die Rückfahrt ist sehr witzig - nach der Menge Sekt keine Frage! Den Abend verbringen wir wieder an dem Kloster, in einer kleinen Touristenbar. Dann ab in den Zug
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| 20.8.2004 Mariupol Etwa von 0:30 bis 7 Uhr kann ich im Zug schlafen, obwohl es ein Grossraumabteil ist - anders als beim letzten Nachtzug. Nach dem Aufstehen und Aussteigen wartet ein Frühstück auf uns (Cafe mit schönem Markt) und auch ein anderer Organisatior für diesen Tag. Wir treffen die Griechische Gemeinde in Mariupol - kurzer Vortrag und Unterhaltungen, dann fahren wir zum humanistischen Institut und treffen unter anderem deutschsprechende Ukrainer. Kamerateams vom Fernsehen begrüßen uns hier - scheint eine wichtige Veranstaltung zu sein. Kurze Konferenz bis etwa 14 Uhr, dann weiter Richtung Strand Mariupol zusammen mit einheimischen Jugendlichen. 3 Stunden am Wassen, wir machen eine Jet-Fahrt auf Schwimmringen mit - macht Spaß! Abends dann per Zug nach Donetsk, einer Industriestadt. Gutes Hotel! | |
| 21.8.2004 Donetsk Morgens durch die Stadt, Frühstück mit Cafe beim McD und dann zentrales Treffen an der Leninstatue. Mit Karte bestückt kann man sich ganz gut durch die Strassenzüge durchkämpfen - der einzige offizielle Programmpunkt ist das Kunstmuseum. Einige schöne Bilder, aber die Führung, die ständig gedolmetscht wird, ist sehr langatmig. Ich setze mich ab, telefoniere nach Hause und mache Videoaufnahmen. Der Höhepunkt ist am abend der Besuch der Diskothek "Bikers Bar" - etwas makaber: Schßmöglichkeiten auf Nazigrößen usw... Gegen 2 Uhr dann zurück | |
| 22.8.2004 Donetsk Im Halbschlaf zu dem Treffen mit Journalisten - um 10 Uhr geht es los. Die Veranstaltung findet in der Bibliothek statt und ist eigentlich sehr unproduktiv - nur Jochem beteiligt sich ab und an. Danach geht es zum Markt - Gelegenheit zum Shoppen... viele DVDs, Kleidung und Essen gibt es - wie in der Türkei. Nach der langen Stadttour - auch mit dem Besuch eines Internetcafes verbunden - gehts Heim und gleich wieder weiter zum Sergey Bubka Museum oder Cafe mit tollen Bildern an der Wand. Der Tag klingt in der Mustangbar aus - kein schönes Ambiente aber immerhin ist ein kleiner Flugzeugrumpf an der Wand befestigt. | |
| 23.8.2004 Morgens besuchen wir einen Botanischen Garten. Ein Professor führt uns durch das Gelände und erzählt einiges von seinem Land und der Gegend von Donetsk. Außerdem findet eine Hochzeit in dem Park statt. Danach gehts etwas außerhalb der Stadt zum Rock Climbing Center - eigentlich vertane Zeit. Einem der Führer passiert bei einer anderen Gruppe ein Unfall und so kommen wir selbst gar nicht mehr zum Klettern. Wir warten am Fluß, wohl eine Art kühlwasserzulauf in ein Kraftwerk - denken wir uns zumindest. Wir waten im Wasser, spielen Ball, laufen ein wenig in der Landschaft und sprechen mit einigen Umweltschutzleuten. Sehr viel Verschmutzung ist hier zu sehen - die Luft wird durch Schlote sehr verunreinigt. Zurück im Zimmer machen wir uns klar für die Gypsy-Rock-Party, die allerdings nicht so toll ist. Auf der Strasse essen wir einen Döner Ukrainischer Art. | |
| 24.8.2004 Donetsk Heute ist ukrainischer Nationalfeiertag, trotzdem sind die Läden offen. Bis 12 Uhr geschlafen, danach auf einen der alten Schutthaufen in der Nähe gestiegen. Diese sind längst wieder bewachsen und nun kleine Aussichtspunkte für die Umgebung. Die Fahnen werden präsentiert, es gibt viele Bilder. Am Rückweg dann der Wetterumschwung - starker Regen! Total durchnäßt kommen wir im Hostel an. Danach Sauna - oder besser Drinkingparty in einem seltsamen Club. Im Regen nach hause und auf den Nachtzug warten. 12 Uhr geht es los. | |
| 25.8.2004 Jalta Ein langer Reisetag steht uns bevor. Am Nachmittag in Simferopol am Bhf, wo wir den Markt durchprobieren und 30 Euro wechseln können. Nach Jalta fahren wir auf der längsten Trolleybus-Strecke der Welt. Etwa 100 Kilometer sind das, dann noch zu Fuß durch die Stadt, am Strand entlang und per Seilbahn auf den Aussichtshügel. Schade, dass es schon dunkel ist - nun sieht man recht wenig von oben und so klingt der Tag in einer Bar an der Promenade am Schwarzen Meer aus. | |
| 26.8.2004 Jalta Mein Fuß schmerzt ziemlich - der Insektenstick neulich war offensbar doch nicht so harmlos. Sehr stark geschwollen, deswegen klinke ich mich vormittags aus der Gruppe aus und gehe nach einer Ruhepause in die Stadt. Ich treffe eine nette russische Familie - die Tochter spricht perfekt Deutsch und studiert BWL in München. Nach einer Stunde müssen sie weiter, ich begleite sie ein wenig und mache mich dann auf den Rückweg um die Gruppe wieder zu treffen. Nach dem Mittagessen mache ich dann doch das Programm mit - botanischer Garten, vor allem der Hinweg ist interessant. Sehr steile Strassen, bergauf und ab. Dann, später, am Strand die Abkühlung. Ein Türke spricht uns an. Es hat in Düsseldorf gelebt und verkauft nun Getränke hier am Strand. Es wird kalt. Nach Döner und McD gehts zurück in unsere Schulunterkunft. Kurzer Schlaf und um 22 Uhr treffen wir uns dann alle für das Abendprogramm am McD. Ab zur Strandparty (Us-Amis getroffen) um dann bis 3 Uhr in diversen Kneipen rumzuhängen. | |
| 27.8.2004 Batchyssaraj Heute recht volles Programm - es wird aber auch sehr streng durchgezogen. Hier in der Krimgegend ist die AEGEE Gruppe doch etwas besser organisiert. Um 6 Uhr wache ich das erst mal auf und dann heisst es Gepäck packen und raus aus der Schule - tschüß Jalta! Die deutschen Jungs bleiben zurück - wohl etwas fertig durch die Anstrengungen der letzten Tage. Mit dem Bus nach Batchyssaraj - dort werden wir von tartarischen Führern durch den palast geführt und anschliessend gibt es eine kleine Einladung zum Tee. Sehr eindrucksvolle Gebäude, noch besser allerdings die Schlucht, durch die wir laufen. Mittagessen in einem tartarischen Restaurant und dann hinauf zu einem Kloster im Fels und zu der hochgelegenen Höhlenstadt, von der aus man einen sehr schönen Blick in die Umlegenden Canyons hat. Abends etwas hektisch zurück zum Bus und in die Unterkunft. Ausruhen, Duschen und Grillparty. Vera ist es ziemlich schlecht an diesem Abend, irgendwie sind alle mal betroffen. Allgemein gesehen ist das Essen hier nichts für Westeuropäische Mägen. Zum Frühstück schon Reis und Hähnchen, sehr fett. Und dazu sehr süßen Tee! | |
| 28.8.2004 Sevastopol Morgens der Transfer nach Sevastopol, einer sehr bedeutenden Flotten und Hafenstadt der Ukraine. Eine halbe Stunde lang laufen wir mit Gepäck zur Unterkunft - meist bergauf. Nach kurzer Pause geht es auf zum Hafen, wir machen eine Rundfahrt und sehen so die gesammelten Schiffe. Viele davon dürfen die Gegend nicht mehr verlassen, liegen dort langfristig auf Anker. Tolle Bilder! Danach zum Panoramagebäude. Innen wird eine Schlacht dargestellt, die Türken gegen die Franzosen. Auch die Eisstände und andere Märkte sind sehr interessant... Leider bleibt nicht genügend Zeit, die tollen Museen über den 2. Weltkrieg zu besichtigen. Liegen etwas außerhalb und sind demnach schlecht zu erreichen. | |