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Bei Erstellen eigener Filme packt einen natürlich
oftmals der Ehrgeiz, möglichst nahe an die
Qualität professioneller Werke zu kommen - klar, denn diese kann man ja
tagein-tagaus auf dem Fernsehbildschirm sehen. Warum sollte man sich also
nicht daran orientieren bzw. sich damit vergleichen?
Nun, alleine ein Blick auf den Wert der Ausrüstung
(Filmkameras, Stative, Schnittgeräte ...) eines Filmteams, der wohl gut dem
100-fachen der Preise für die eigene Hobbyausstattung entsprechen kann,
macht klar, daß auch das fertige Produkt (Film) einen gewissen Unterschied aufweisen muß. Ich habe hier jedoch einige
Tips und Tricks
gesammelt, wie man (meines erachtens) dem eigenen Video eine Art
"Filmlook" geben kann:
- Bei der Aufnahme sollte man möglichst immer mit
einem Stativ arbeiten. Ruhige, unverwackelte Einstellungen wirken
professionell und heben die Gegenstände/Personen hervor, die sich
tatsächlich bewegen.
- Bei Schwenks und beim zoomen auf gleichmäßige
Bewegungen und Geschwindigkeiten achten und
"Ruckler" vermeiden.
- Die Ausleuchtung einer Szene sollte stimmen,
d.h. Hauptpersonen/-gegenstände sollten nicht im Schatten sein.
- Im Lauf der Zeit kann man einen Blick für
interessante Perspektiven entwickeln und somit "langweilige",
oft dagewesene Einstellungen vermeiden.
- Videos, vor allem Digitalvideos, zeigen im
Vergleich zu Film (also Super8 oder 16mm.. Filmen) recht scharfe Bilder.
Der Einsatz von speziellen Filtern oder das Halten eines dünnen Tuches
(gespannte Strumpfhose..) vor das Objektiv macht das Bild ein wenig weicher.
- Beim Nachbearbeiten am PC sollte man auf
technischen "Schnickschnack"
verzichten. Schnittprogramme
bieten eine große Vielfalt an komplexen Übergängen und Filtern, die aber, wenn
sie zu häufig eingesetzt werden, den Film schnell
"überladen". Ich überlege mir vor dem Schneiden eines Filmes
einen entsprechenden Stil (also z.B. einen Übergangstyp als
Charakteristikum) und setze nur diesen dann bei der Bearbeitung um.
- Auch der Unterschied
50 Halbbilder
(Video PAL) zu 24 Vollbildern
(Film) ist zu beachten. So ist beim Film in schnell bewegten Sequenzen
ein leichtes Ruckeln festzustellen, aber das Bild ist in sich
"klarer". Baut man dagegen ein Vollbild aus 2 Videohalbbildern
auf, so erkannt man eine Bewegungsunschärfe, da sich die Bildteile ja
um 1/50s unterscheiden. Richtige Vollbilder (wie beim Film) kann man
entweder beim Filmen erzeugen (Progressive
Scan) oder bei der Nachbearbeitung (Deinterlace-Filter).
- Das Einblenden von
schwarzen Balken am oberen und unteren
Bildrand verbessert ebenfalls den Eindruck, da man wegen des neuen
Bildformates glaubt, eine Art Panoramablick zu haben, was auch dem natürlichen
Sichtfeld eines Menschen näher kommt.
Eventuell schon beim Filmen die Balken mit einplanen, damit man später
keine wichtigen Bildinhalte verdeckt.
- Es gibt eine Reihe an Plug-Ins,
die einen Filmlook
durch spezielle Farbanpassungen und
Filterungen (grobkörniger...)
erzeugen. Leider sind sie sehr rechenaufwendig (mehrere Stunden für
wenige Minuten Video). Ein gutes Plug-In ist z.B. FilmFX
von BigFX (Demo auf deren Homepage
erhältlich) für Adobe Premiere und AfterEffects u.a.
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