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Frank's Homepage > Media Studio Pro 6 |
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Ich hatte vor kurzem die Gelegenheit, das Schnittprogramm MediaStudio Pro V 6 zu testen. Die ersten Erfahrungen könnt Ihr hier lesen: 1. Installation Für den Test wurde von mir zuerst die "Softwareumgebung" (Betriebssystem, Treiber..) neu erzeugt:
Mit dem Programm wurden gleichzeitig Treiber (DirectMedia6, Quicktime, Micosoft DV-Update) installiert, die für das Arbeiten und Funktionieren notwendig der Software sind. 2 Allgemeine Eindrücke Wollte ich bisher mit meinem PC digital vorliegende Videos (DV) mit einer Firewirekarte bearbeiten, war dies ein recht umständliches Unterfangen. Langwierige Formatkonvertierungen waren notwendig, ich mußte einen VFW-kompatiblen DV-Treiber (z.B. von Adaptec) installieren und hatte dabei die Beschränkung auf 2 GByte große Videodaten. Vor allem war der Einsatz verschiedener Softwaretools (von verschiedenen Herstellern) oder -patches nötig - man hatte keine "einheitliche" Umgebung. Das Softwarepaket MediaStudio Pro macht in der Version 6 dank der neu hinzugekommen Funktionen den Einsatz solcher Zusatzsoftware überflüssig. Wegen der DirectShow-Unterstützung war ohne Probleme möglich, die Firewire-Schnittstelle des ASUS P3B 1394 - Mainboards für Videobearbeitung komfortabel zu nutzen. Auch die integrierten MPEG1/2 Coder sind (z.B. zur digitalen Archivierung der Videos) sehr hilfreich. Die Software enthält zahlreiche Verbesserungen "unter der Motorhaube", z.B. eine schnellere Renderengine, Smartfunktionen zum Konvertieren von Videoformaten und Einsparen von Festplattenplatz... Ich habe vor kurzem ein Schnittprojekt mit MSP 6 begonnen. Mir fiel während der Arbeit mit der Software die recht hohe "Arbeitsgeschwindigkeit" (Rechenzeit bei Übergängen...) auf. Bisher entdeckte ich auch keine Fehlfunktion irgendeines vorhandenen Features - es kam auch zu keinen Abstürzen der Software. Ich möchte im Folgenden genauer auf meine Erfahrungen mit MSP 6 und auf Besonderheiten, die bei meiner Hardwarekonstellation auftreten, eingehen. 3. Aufnahme von Videos DV über IEEE 1394: Über das DShow Mitschnitt-Plugin ist es kein Problem, DV AVI Typ 1 Files mit Video Capture 6 aufzunehmen. Gelungen finde ich die Batchcapture-Funktion, die die Clips automatisch in eine optimale Reihenfolge bringt, was das Band und den DV-Player schont. Nur konnte ich bei mir (mit TI Device Contol) eine vorliegende Szenenliste mit dem Batch-Betrieb nicht aufnehmen. In dem Aufnahmedialogfeld ist die Funktion Gerätesteuerung nicht anwählbar. MPEG über VFW-Aufnahmetreiber (Vidcap): Diese Funktion konnte ich mit der Videokarte Matrox Marvel G400 TV testen. Bei einer Aufnahme im Mpeg1 Format wurden allerdings ca. 10% der Bilder übersprungen/nicht berücksichtigt, was zeigt, das mein PC (466 MHz Celeron, 64 MB Ram) für die Echtzeit-MPEG1-Codierung etwas zu langsam ist. Trotzdem eignet sich die MPEG Aufzeichnungsfunktion, um z.B. Fernsehprogramme mit niedrigen Datenraten aufzunehmen und dann zeitversetzt anzuschauen - dabei kommt es auf ausgelassene Bilder nicht so sehr an. Für den Schnitt ist MPEG wegen des eingesetzten Zeit-Codierverfahrens meines Erachtens sowieso nicht gut geeignet und zur Archivierung von Filmen wird man MPEG Dateien mit der Exportfunktion des Video Editors erzeugen und nicht mit der Aufnahmefunktion von Video Capture. 4. Bearbeitung im Videoeditor 1. Zuerst möchte ich eine Eigenschaft des Videoeditors erwähnen, die auch bei den Installationsanweisungen auf der MSP CD zu finden ist: Sollte ein VFW-DV-Codec installiert sein, z.B. der SoftDV Codec von Adaptec, muß dieser vom System entfernt werden. Ist also ein Eintrag vidc.dsvd in der system.ini zu finden, muß der entsprechende Treiber deinstalliert werden. VideoStudio erkennt sonst beim Importieren von DV AVI Typ 1 Videofiles diese nicht und meldet, das es sich um keine Videodaten handelt. 2. Die von mir benutzte Grafikkarte Matrox Marvel hat die Eigenschaft, beliebige softwarecodierte Avi-Files über den TV-Ausgang bildfüllend auf einem externen Fernsehmonitor anzuzeigen. Dies funktioniert dann natürlich auch bei DV-Dateien. Ich kann also, ohne speziellen Hardware-DV/Analogwandler, sowohl die Vorschau beim Importieren von Videodaten als auch den Inhalt des Quellfensters nicht nur im kleinen Fenster am Desktop, sondern auch auf einem TV-Gerät ansehen - ein großer Vorteil, der sonst nur bei teureren Lösungen (DV 500, RT2000) möglich ist. 3. Die Wiedergabe von DV - Daten mit dem in Win98 eingebauten Codec ist bei mir ruckelfrei möglich. Allerdings werden bei diesem Vorgang sowohl Festplatte und Prozessor wegen der hohen Datenrate stark beansprucht. Ein schneller "random access" auf das vorliegende Video ist aber nicht machbar - es ruckelt und kommt zu längeren Verzögerungen. Ähnliches bei schnellem Vor- und Rücklauf oder beim Trimmen. Die Hardware eines StandardPC'S ohne SCSI-System und schneller Festplatte ist mit dem Datendurchsatz wohl überfordert. Auch dauert das Berechnen einer Vorschau oder das Rendern von Übergängen/Videofiltern zu Vorschauzwecken recht lang. Das Bearbeiten von DV-Dateien stellt sich so als recht schwerfällig heraus. Deshalb habe ich eine Lösung gefunden, wie es sich beim Editieren besser und schneller Arbeiten läßt:
4. Trotz der komplexen Videofilter und Übergangseffekte ist mir eine recht hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit im Vergleich zu alten Schnittprogrammen aufgefallen (dies gilt auch für die Audiofilter). Ich habe also eine kleine Testreihe mit verschiedenen Programmen und jeweils gleichen Effekten durchgeführt:
Insgesamt also eine sehr ausgereifte Software, die nahezu alle aktuellen Techniken in sich vereint. Für Leute mit einer simplen Firewireschnittstelle (wie bei mir) eigentlich die beste Lösung.
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